Deutschsprachige Bücher in ungarischer Übersetzung

Die Herkunft ist keine ästhetische Kategorie – Interview mit dem deutschen Autor Saša Stanišić

Saša Stanišić ; Foto/Copyright: Katja SämannSaša Stanišić ; Foto/Copyright: Katja SämannÜber Ungarn zu flüchten, wie wir es damals getan haben, wäre heute in der Tat nicht möglich – sagt Saša Stanišić, der während des südslawischen Krieges als Elfjähriger mit seiner Familie aus Bosnien nach Deutschland geflohen war, wo er mittlerweile als einer der besten Schriftsteller seiner Generation gilt. Für seinen Roman Vor dem Fest erhielt er 2015 den großen Preis der Leipziger Buchmesse, seine Arbeit wurde mit einer ganzen Reihe von Preisen und Auszeichnungen gewürdigt. Sein erstes Buch, Wie der Soldat das Grammophon repariert, ist auch auf Ungarisch erschienen. Stanišić las in der Woche vor der sogenannten Quotenabstimmung als Gast des Goethe-Instituts Budapest in Debrecen und in Budapest aus seinem soeben erschienenen Erzählungsband. Anlässlich dieser Lesungen enstand folgendes Interview.

1992 sind Sie als Flüchtling nach Deutschland gekommen. Das dürfte damals einfacher gewesen sein, heute wäre es nahezu ausgeschlossen, dass Sie über die Grenze kämen, wo ein Klingendrahtzaun die europäische Zivilisation und die christliche Kultur vor gefährlichen Elementen wie Sie schützt.

Ich habe noch nicht darüber nachgedacht, aber über Ungarn zu flüchten, wie wir es damals getan haben, wäre heute in der Tat nicht möglich. Im meiner Heimatstadt, in Višegrad, hatten am 6. April 1992 die Kämpfe begonnen, wir verließen die Stadt Richtung Osten, weil mein Vater befürchtete, der Krieg würde sich weiter ausbreiten. Wären wir Richtung Westen aufgebrochen, wären wir ins Epizentrum des Krieges gelaufen. Mit Hilfe von Freunden meines Vaters gelangten wir auf kroatisches Gebiet, später, im August 92, fuhren wir mit dem Zug nach Zagreb, von dort brachte ein Bekannter uns an die Grenze, aber wir wußten nicht, wie wir hinüber könnten, denn wir hatten keine Papiere. Wir dürften zu acht gewesen sein, alle aus Bosnien, wir hingen fest, völlig ratlos, keiner wusste, was man in einem solchen Fall machen kann. Und da sah uns ein ungarischer Busfahrer, der den Linienbus fuhr, und brachte uns hinüber. Bis heute denke ich voller Dankbarkeit an ihn. Er wollte nichts dafür haben. Wir gelangten nach Budapest, und von dort ging es dann schon mit dem Flugzeug weiter nach Deutschland.

Ohne Papiere?

Es war irgendwie so, dass wir in Ungarn nicht bleiben konnten, aber Ungarn verlassen durften. In Deutschland aber wurden wir sofort aufgehalten, da wir ohne Papiere eingereist waren, und wir warteten 48 Stunden in der Transitzone, bis mein Onkel uns abholte, der damals in Deutschland arbeitete. Er übernahm für uns die Bürgschaft.

In Ihrem Essay über Heidelberg las ich die Bezeichnung „zufällige Heimat”, denn Sie waren zufällig dorthin geraten und für einige Zeit dort hängen geblieben.

Die verlangen, dass Flüchtlinge abgewiesen werden sollen, begründen das in der Regel damit, es seien keine Flüchtlinge, sondern Einwanderer, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben für immer bleiben wollten. Dabei suchen sie nur Schutz, vorübergehend, für eine kurze Zeit. Bei uns war das auch so. Wir dachten, der Krieg dauert nicht lange, und wir können in ein paar Wochen heimkehren. Wer hätte schon gedacht, dass unsere Stadt völlig zerstört wird? Wie lebten von einem Tag zum anderen, hörten die Nachrichten und warteten darauf, heimkehren zu können. Wir saßen auf unseren Koffern. Meine Eltern schickten mich am Anfang nicht einmal in die Schule, wozu, meinten sie, schließlich fahren wir ja bald heim… Dann überlegte es sich mein Vater zum Glück anders und schickte mich in die Schule, denn es sei nicht gut, wenn ich den ganzen Tage zu Hause herumhinge. Aber mit einem Auge schielten wir immer danach, wann wir zurück nach Hause können.

Sie sind schließlich geblieben. Leben Ihre Eltern auch in Deutschland?

Nein, nach drei Jahren mussten sie das Land verlassen, aber sie gingen nicht heim, sie wanderten nach Amerika aus.

Wollten sie nicht mehr heimkehren?

Wohin hätten sie denn heimkehren sollen? Unsere Stadt war besetzt, riesige ethnische Säuberungen waren geschehen, mehr als 3000 Menschen waren ermordet worden.

Sind Sie auch Muslim?

Ich bin in einer ethnisch gemischten Familie aufgewachsen. Meine Eltern sind nicht religiös, aber meine Großeltern schon. Die Familie meiner Mutter sind Muslime, die meines Vaters serbisch-orthodoxe Christen. Ich kenne beide Religionen, aber sie haben in meinem Leben nie eine Rollle gespielt. Ziemlich schnell, etwa ein halbes Jahr nach unserer Flucht, wurde jedenfalls klar, dass der Krieg nicht etwa bald aufhören würde, sondern jetzt erst richtig begann, und da auch unser von zu Hause mitgebrachtes Geld stark zur Neige ging, beschlossen meine Eltern, dass wir versuchen, hier in Deutschland Wurzeln zu schlagen. In der ersten Zeit hatten wir keine Arbeitsgenehmigung, ja, wir durften nicht einmal Baden-Württemberg verlassen, sodass mein Vater, der Ökonom war, als Hilfsarbeiter auf einer Baustelle Arbeit fand, meine Mutter aber, die zu Hause als Lehrerin gearbeitet hatte, in einer Wäscherei. Ein ziemlich typisches Flüchtlingsschicksal, wobei mein Vater später einräumte, dass ihm diese Arbeit eigentlich Spaß gemacht hat. Ich konnte damals noch überhaupt kein Deutsch, zum Glück kam daher die Aufregung, die diese vielen Fremden, die vor dem Balkankrieg geflohen waren, in Deuschland auslösten, nicht bei mir an. Dazu kam, dass wir in unserer unmittelbaren Umgebung auch ganz andere Erfahrungen machten: Viele unterstützten uns, gaben uns, was in ihrem Haushalt überflüssig geworden war, halfen uns bei der Arbeitssuche, mir bei der Einschulung. Und das taten alle aus freien Stücken, aus Mitgefühl für die Flüchtlinge, darum spürten wir von dieser unguten Atmosphäre nichts. Seitdem habe ich natürlich nachgelesen, von daher weiß ich, dass kaum zwei Wochen nach unserer Ankunft in Rostock-Lichtenhagen auf ein Flüchtlingsheim ein Brandanschlag verübt worden war. Damals erfuhren wir glücklicherweise nichts darüber.

Trotz alledem scheinen Ihre Person und Ihre bisherige Laufbahn die Möglichkeiten einer geglückten Integration unter Beweis zu stellen.

Wir hatten Glück. Da Verwandte von uns dort lebten, wurden wir nicht vom Zentralregister erfasst, das für die Unterbringung der Flüchtlinge zuständig ist. Mein Onkel erwartete uns am Hauptbahnhof und nahm uns nach Hause in seine eigene Wohnung mit. Andere kamen in die Flüchtlingsunterkunft, wir nicht. Aber in dem gleichen Haus, in dem wir wohnten, waren auch andere Flüchtlinge, die ziemlich beengt lebten, mehrere Familien in einer Wohnung. In den ersten Wochen kümmerten sich verschiedene kirchliche karitative Dienste und Organisationen um uns, abends riefen sie uns zusammen und unterrichteten uns in praktischen Fragen, wie man hier am besten einkauft, wie man telefoniert – damals rief man noch von einer Telefonzelle aus an –, wie man Geld wechselt, sie zeigten uns also praktische Dinge und organisierten natürlich auch Sprachunterricht. Das ist meiner Meinung nach übrigens das Wichtigste. Die Sprache zu lernen, ist die erste Aufgabe eines Flüchtlings.

An einer Stelle schreiben Sie, dass Ihr deutscher Wortschatz bei Ihrer Ankunft 1992 aus drei Wörtern bestand: Fluchtling (sic!), Schokolade und Lothar Matthäus. Sprachen Ihre Eltern auch kein Deutsch?

Außer Serbokroatisch konnten sie nur Russisch und Englisch. Die Schule begann Anfang September. Ich ging wie gesagt in der ersten Woche noch nicht in die Schule, dann, in der zweiten Woche, wurde ich doch eingeschrieben. Wegen der vielen Flüchtlingskinder richteten sie für uns eine eigene Klasse ein, in der das Sprachenlernen im Mittelpunkt stand. Wir lernten auch anderes, aber sehr langsam, mit vielen, vielen Erklärungen. Das war großartig, die ideale Methode für den Unterricht für Flüchtlingskinder. Wenn man sie nämlich in „normale“ Klassen schickt, können sie mit Sicherheit nicht mit den anderen Schritt halten, was alle gleichermaßen frustriert: sie, die Lehrer und die anderen Schüler.

Wovon haben Sie gelebt?

In der ersten Zeit bekamen wir etwas Unterstützung, aber dann mussten wir uns auf unsere eigenen Füße stellen. Sobald meine Eltern zu arbeiten begannen, hörte die Sozialhilfe auf, die aber unterm Strich schon früher nicht zum Leben gereicht hatte. Zum Glück hatten wir etwas Erspartes, das wir mitgebracht hatten und das uns auch unterwegs niemand geraubt hatte, wie es den Flüchtlingen jetzt oft passiert. Ein Busfahrer wie jener, der uns damals geholfen hat, ohne dafür einen Pfennig zu verlangen, ist heutzutage undenkbar.

Sie erwähnten die gemischtnationale Sonderklasse, die Sie besuchten. Mit wem waren Sie zusammen?

Da war ein finnischer Junge, dessen Vater mit Familie nach Heidelberg gezogen war, er hieß Pekka und wurde mein bester Freund. Er konnte phantastische Fingerkinos zeichnen. Dann waren da ziemlich viele bosnische, serbische, kroatische und türkische Kinder, manche aus dem Nahen Osten, aber wir hatten auch einen italienischen Klassenkameraden, und zwei Russen, die sehr merkwürdig waren, wir ließen uns nicht mit ihnen ein. Was das Sprachenlernen betrifft, so war klar, dass ich, um weiter zu kommen, um meinen Platz zu finden, die Sprache der anderen sprechen muss. Wir lebten in einer Gegend, wo die Ausländer aus verschiedenen Nationen in der Überzahl waren. Unsere gemeinsame Sprache war das Deutsche, die Eintrittskarte überallhin, mit meiner Muttersprache wäre ich nicht weit gekommen. Je schneller du das hinter dich bringst, desto schneller kannst du Mädchen kennenlernen, Freunde finden. Dazu kam, dass ich von vornherein fleißig war, ein guter Schüler, eine Art Streber… Ich las eine Menge und wählte bewusst schwierige Bücher, die ich mit Hilfe eines Wörterbuchs absolvierte, und natürlich hatte ich Glück, weil ich das zu Hause tun durfte. Noch dazu gab mir unser Deutschlehrer sehr gute Ratschläge, was ich lesen sollte. Meine türkischen Freunde durften zu Hause nicht lernen, darum mussten sie auch die Hausaufgaben in der Schule schreiben. Ich passte von Anfang an auf, mich nicht in ein bosnisches Ghetto zu verkriechen, ich bemühte mich, Kontakte zu anderen aufzubauen, ich hatte eine deutsche Freundin, und das machte es mir leichter, in eine neue Welt einzutreten.

Wie offen war die deutsche Umgebung, zum Beispiel die Familie der Freundin?

Auch damit hatte ich Glück, mit richtigen Idioten hatte ich nur sehr selten zu tun. Die Situation meiner Eltern war sehr viel schwieriger, denn sie, die noch dazu als Intellektuelle in die unteren Schichten der Gesellschaft gerieten, mussten oft Diskriminierung erleben.

Ihre Eltern gingen also weiter nach Amerika, während Sie selbst in Heidelberg blieben. Warum?

Ihre Aufenthaltsgenehmigung war abgelaufen, und als 1995 der Krieg zu Ende war, bekamen wir eine Aufforderung, freiwillig heimzukehren, sonst würde man uns abschieben. Meine Eltern waren sich sicher, dass sie nicht in eine völlig veränderte Stadt heimkehren wollten, in unserem Haus lebten Fremde. Ich hatte beschlossen zu bleiben, aber das schien völlig aussichtslos zu sein. Die Leute von der Caritas klärten uns über die Möglichkeiten auf und sagten, in Deutschland könnten wir nicht bleiben, aber sie würden uns dabei helfen, nach Amerika oder Kanada zu gelangen. Die einzige Möglichkeit wäre ein ärztliches Attest gewesen, dass wir an einer schweren posttraumatischen Neurose litten, aber meine Eltern wollten nicht das Land betrügen, das uns drei Jahre lang Schutz gegeben hatte. Sie wählten Amerika. Auf dem Amt erklärte ich verzweifelt, dass ich bleiben möchte, der eine Beamte stand auf, ging hinaus, kam herein, ging hinaus, redete mit seinen Kollegen, dann fragte er meine Eltern, ob sie damit einverstanden wären, wenn ich bliebe. Es gab nämlich eine weniger bekannte Rechtsvorschrift, der zufolge mit jemandem, der gerade eine Ausbildung macht, eine Ausnahme gemacht werden kann. Ich hatte gerade mein Abitur gemacht, ging aber noch nicht zur Universität, sie sagten, dann müsse ich mich beeilen, ich hätte einen Monat Zeit, ich solle mich schnell einschreiben lassen, und solange ich zur Universitär ginge, dürfe ich bleiben. Ich erledigte das, dann ging ich mit dem Papier zurück und fragte, ob meine Eltern nicht auch bleiben dürften… Natürlich lachten sie. Die nächsten Wahlen gewannen die Sozialdemokraten, die das Gesetz dahingehend änderten, dass man, wenn man nach Erhalt des Bescheides innerhalb von drei Monaten eine Stelle findet, länger bleiben darf. Die Geschichte zeigt in meinen Augen, wie viel, abgesehen vom Glück, an den Menschen liegt. Wenn dieser Mann damals nicht geholfen hätte, wenn er nicht über seinen eigenen Schatten gesprungen und nicht nachschaut hätte, was er für mich tun kann, wäre ich heute kein deutscher Schriftsteller. Er hat wahrscheinlich keine Ahnung, wie sich mein Leben entwickelt hat, ich aber denke oft an ihn. Kann sein, dass ich ihm eines meiner Bücher schicken müsste. Wie fantastisch wäre es doch, wenn auch andere sich so verhalten würden!

Mit vierzehn begannen Sie Deutsch zu lernen. Neben dem Humor und der Ironie ist für Ihre Geschichten unter anderem die Art und Weise charakteristisch, wie Sie die Sprache benutzen. Ich habe überlegt, ob das dem Umstand zu verdanken ist, dass Sie das Deutsche bewusster, fast schon mit erwachsenem Kopf gelernt haben und dadurch ein weit reflektierteres Verhältnis dazu haben, als man es zu seiner Muttersprache hat.

Ich kann mir vorstellen, dass es so ist, aber Gift würde ich darauf nicht nehmen. Einerseits schätze ich die deutsche Sprache sehr, andererseits auch kein bisschen. Das Deutsche ist derart flexibel, es erlaubt so viel, dass man, selbst wenn man es anders nutzt, dennoch nicht falsch schreibt, nur die Möglichkeiten ausweitet. Darin haben Sie wahrscheinlich Recht, dass ich mit der Sprache viel bewusster umgehe, als wenn ich sie mit der Muttermilch eingesogen hätte. Manchmal schreibe ich auch auf Serbokroatisch, und da sehe ich den Unterschied. Im Deutschen stelle ich die sprachlichen Konventionen in Frage, spiele mit der Sprache, was mir als muttersprachlichem Autor wahrscheinlich nicht passieren würde. Aber Zweisprachigkeit bedeutet nicht gleichzeitig Talent, es hilft nur im Finden der eigenen schriftstellerischen Sprache.

In Deutschland haben Sie viele Kollegen, die – ähnlich wie Sie – als Flüchtlinge oder Einwanderer gekommen sind, Deutsch ist nicht ihre Muttersprache, aber sie haben sich als deutsche Autoren einen Namen gemacht. Wie sehen Sie das, verbindet sie außer diesem gemeinsamen Zug noch etwas anderes?

Das ist meiner Meinung nach sehr einfach. Infolge der großen Migrationsbewegungen erhalten in den Ländern, wo die Freiheit des Denkens möglich gemacht wird, auch die Menschen Gelegenheit sich zu entfalten, die von den Wirrnissen des Lebens dorthin verschlagen werden. Dieser Weg ist nicht für jeden einfach und auch nicht der gleiche, viele bleiben auch auf halbem Weg stecken, aber in den wieder und wieder neuen Flüchtlingswellen finden sich immer welche, die Geschichten erzählen möchten und die heute bereits selbstverständlich Teil der deutschen Literatur sind. Stimmt, bei Lesungen kommt immer wieder jemand und stellt fest: „Wie gut Sie doch Deutsch sprechen!“ Worauf ich noch keine wirklich gute Antwort gefunden habe, stattdessen sage ich nur bescheiden: „Schon, aber hier und da mache ich noch Fehler.“

Was Kritiken und die Vergabe von Preisen betrifft, wird darüber, woher du kommst, kaum mehr als ein Halbsatz verloren. Das ist sehr erfreulich, denn früher war das nicht so. Beim Erscheinen von Wie der Soldat das Grammophon repariert beschäftigte es noch viele, dass Deutsch nicht meine Muttersprache ist, dabei ist das keine Leistung… Und natürlich auch kein Verdienst. Die Abstammung ist nämlich keine ästhetische Kategorie, außer der Autor wählt genau das zu seinem Thema. Aber jetzt reiten nur noch nichtssagende Rezensionen darauf herum. Wir sind heute bereits Teil der deutschen Literatur, ja, auch wir sind die deutsche Literatur, schließlich nehmen wir an ihr teil, formen sie. Ich meine, heute dürfte es für eine Frau viel schwieriger sein, in der Literatur Wurzeln zu schlagen, als für einen Migranten. Denn jede Schriftstellerin muss mit Sicherheit damit rechnen, dass irgendein Feuilletonredakteur eine blöde Bemerkung über ihr Geschlecht macht. Und es gibt in der deutschen Literatur immer mehr Autoren wie mich, deren Werke der Gesellschaft einen etwas anderen Spiegel vorhalten, und wahrscheinlich werden auch über die jetzige Periode sehr viele Werke erscheinen, die das Bild der deutschen Literatur verändern werden.

László Győri
stellte die Fragen. Er ist Übersetzer, freier Journalist und lebt in Budapest.

Zuerst und in voller Länge veröffentlicht bei „Élet és Irodalom" (Leben und Literatur) am 07.10.2016
Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion
Copyright: Élet és Irodalom
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