Ein gutes Buch ist in jedem Stadium seiner Übersetzung ein Ort der Begegnung zwischen Kulturen, Sprachen und Menschen: In der Arbeit des Übersetzers, als Lektüre eines Nicht-Muttersprachlers, und sogar noch vor seiner Übersetzung, als Aufgabe und Herausforderung an die Kulturvermittlung.

Der traditionell rege kulturelle Austausch zwischen den deutschsprachigen Ländern und Ungarn findet einen deutlichen Ausdruck in der Zahl der Übersetzungen ins Ungarische. Es ist aber bei weitem nicht belanglos, durch welche Bücher die Begegnung stattfindet. Denn was genau in einer bestimmten Zeit übertragen wird, beschreibt den jeweiligen Zustand der beiden Kulturen: Was uns wirklich angeht, erschüttert oder amüsiert, was wir zu begreifen oder aufzuarbeiten versuchen, was an uns verkauft werden kann und was wir (noch) nicht bereit sind aufzunehmen.
Die neue Datenbank des Goethe-Instituts Budapest, eine Sammlung der Übersetzungen ins Ungarische seit 1990, schafft die Grundlage für solche Fragen, bietet aber auch überschaubare Informationen für ungarischsprachige Leser, die einfach nach neuester Literatur aus den deutschsprachigen Ländern suchen. Auf den folgenden Seiten kann man die Bücher in den zwei Kategorien Belletristik und Lyrik sowie Sachbücher recherchieren. Zusätzlich finden Sie Informationen zum Förderprogramm des Goethe-Instituts, das die Übersetzung deutscher Bücher in andere Sprachen unterstützt.










