Schwerpunktthema: Kritik


Kann Kritik dazu beitragen, eine Öffentlichkeit für den zeitgenössischen Tanz zu schaffen? In welchem Verhältnis steht sie zu ihrem Gegenstand? Mit welchem Arbeitsethos verrichtet der Kritiker seine Arbeit, wenn er, so wie in der freien Tanzszene üblich, nicht außen stehender Beobachter, sondern immer auch selbst Teil dieser Szene ist? Wie schafft man eine publizistische Plattform für die Kunstform Tanz? Und was erzählen uns Tanzkritiken, insbesondere in der Begegnung mit Tanz aus anderen Kulturkreisen, über unseren unterschiedlichen Blick auf Bewegung - das, was wir sehen oder eben nicht sehen?
In einer Reihe von Texten fragt tanzconnexions nach dem Sinn und Zweck, den Motivationen und Hintergründen von Kritik und dem Potenzial der analytischen Auseinandersetzung mit Tanz in unterschiedlichen nationalen, kulturellen, politischen und medialen Kontexten.
Beiträge
Zu lesen sind ausgewählte Texte der Teilnehmer eines vom Goethe Institut Jakarta veranstalteten internationalen Kritikerworkshops mit Keith Gallasch während des 10. Indonesischen Tanzfestivals inklusive einer Einleitung durch den Workshopleiter:
Das Kritik-Panorama zu „Maybe Forever“ von Meg Stuart und Philipp Gehmacher bespricht das Stück aus fünf verschiedenen Perspektiven - eine seltene Gelegenheit, Kritik als individuelle Wahrnehmung durch den Blick von Autoren aus Neuseeland, Thailand, den Philippinen, Malaysia, Vietnam und Belgien zu erleben:
Joelle Jacintos Erfahrungsbericht erzählt von den praktischen und gestalterischen Barrieren und Herausforderungen bei der Gründung des unabhängigen philippinischen Tanzmagazins Runthru:
Der deutsche Tanzwissenschaftler und langjährige Tanzkritiker Frank Anton Cramer reflektiert die wirtschaftlichen und ethischen Begleitumstände der Arbeit des Kritikers und plädiert dafür, die Kunst nicht in eine Abhängigkeit vom kritischen Urteil zu bringen:


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