Die KünstlerInnen erkundeten die auffälligen Ähnlichkeiten, aber auch die großen Unterschiede zwischen ihren Ansätzen: Es gab Präsentationen über die Entwicklung ihrer choreografischen Arbeiten, Technikklassen und intensive, oft noch während der gemeinsamen Essen fortgesetzte Gespräche über Erneuerung und den Anschluss an kulturelles Erbe und Traditionen. Zum Austauschprogramm gehörte, dass Eko und Pichet mit je zwei Tänzern aus ihren Ensembles nach Kambodscha reisten. Die Mitglieder von Sophilines Khmer Arts Ensemble waren schon dort in Residenz und nahmen alle durchgehend teil. Am letzten Tag zeigte jede Gruppe zwei kurze Stücke in einem öffentlichen Abend im Khmer Arts Theatre: eines aus dem traditionellen Repertoire und eine neue Arbeit.
Mehr ...
„Ich liebe formelle Inszenierungen, die den Körper im Raum als kinetische und räumliche Form der Komposition betrachten. Allerdings tendiere ich dazu, mich selbst zu untergraben, wenn ich versuche, rein formelle Stücke zu machen. Für mich werden Körper im Raum sehr schnell als Menschen in einer Situation oder in irgendeiner Art Beziehung offensichtlich. Menschen auf der Bühne können nicht absolut abstrakt sein. Mein Dilemma mit dieser inhärenten Flüchtigkeit des menschlichen Körpers sowohl als Form als auch als Person ist gleichzeitig eine Schwäche und Stärke. Einerseits kann ich nicht die Abstraktion erreichen, die ich auf der Bühne sehen möchte, andererseits schaffe ich Arbeiten, mit denen sich das Publikum identifiziert, weil es erkennbare Menschen mit Charakteren und Gefühlen gibt.“
Mehr ...