11/05 Lena Gorelik: Meine weißen Nächte

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Meine weißen Nächte schildert das Auf und Ab der jungen Heldin Anja: Einschulung in Deutschland, deutsche Freundinnen, die man nicht nach Hause bringen kann, weil das Zuhause aus einem Zimmer im Wohnheim besteht, und man sich deswegen schämt. Ihre erste Liebe Ilja, der ebenso mit seiner Familie im Wohnheim untergebracht ist und den Aussiedleralltag teilt und versteht. Später zieht die Familie in eine Wohnung, die Eltern gehen Berufen nach, Anja wird von Ilja verlassen, beginnt in München zu studieren und findet in Jan einen liebevollen und aufmerksamen Freund. Aber dann taucht Ilja wieder auf und bringt Anjas Leben durcheinander…
Gorelik beschreibt das Leben zwischen zwei Kulturen mit liebevoller Leichtigkeit und Humor: Als Anja mit Jans Familie einen Sonntagsausflug unternimmt und im Auto kein einziges Wort geäußert wird, zieht die Erzählerin den Schluss, dass die Familie zerstritten sein muss, denn in ihrer Familie käme man vor familiärem Mitteilungszwang kaum zu Wort. Ihre emotionale russische Mutter, die täglich bei den Kindern anruft um sich zu erkundigen, ob sie denn auch zu Mittag gegessen haben und Anjas Großmutter, die in Erinnerungen an St. Petersburg lebt und ihr Leben in Deutschland nicht wahrnimmt, kontrastieren das Eltern-Kind Verständnis in Deutschland.
Meine weißen Nächte ist ein amüsantes, unterhaltsames Buch in dem der Autorin ein anekdotenhafter Einblick in das Leben der Erzählerin und die Tücken der doppelten Identität gelungen ist.
AK
| Bibliografische Angaben | |
| Deutsch | Übersetzung auf Englisch |
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Gebundene Ausgabe: |
Gebundene Ausgabe: |
| Taschenbuch: Gorelik, Lena: Meine weissen Nächte. Diana TB, München, 2006 ISBN 3-453-35106-1 EUR 8,95 |
Taschenbuch: Noch nicht verfügbar. |
| Audio-CD Noch nicht verfügbar. |
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