Autoindustrie

Mercedes Benz

Mercedes-Benz ist der älteste Autohersteller der Welt. Die zwei Gründerfirmen Benz & Cie. (gegr. 1883 von Carl Benz) und Daimler Motoren Gesellschaft (gegr. 1890 von Gottfried Daimler) schlossen sich 1926 zur Daimler-Benz AG zusammen. Einer der Ingenieure der Firma war Ferdinand Porsche, der später den VW Käfer entwickeln sollte.

Zu Beginn produzierte Mercedes-Benz sowohl Personen- und Nutzfahrzeuge als auch Motoren für Schiffe, Flugschiffe und Flugzeuge. Während der 30er Jahre war die Firma stark an der Kriegsproduktion beteiligt und stellte später ausschließlich Militärfahrzeuge und -maschinen her. Aufgrund ihrer Beteiligung an der Kriegsproduktion wurden die Werke gegen Ende des Krieges stark bombardiert und zu ca. 70% zerstört. Der Wiederaufbau dauerte einige Jahre. In den 50er Jahren begann das Geschäft zu blühen, und Daimler-Benz exportierte Fahrzeuge nach Indien, Brasilien, Argentinien und in die USA.

Das Unternehmen wuchs in den folgenden Jahren so sehr an, dass eine grundlegende Umstrukturierung notwendig wurde. 1989 erhielt der Konzern einen neuen Namen - Daimler-Benz - und wurde in drei Sektionen geteilt: Mercedes-Benz, AEG und Deutsche Aerospace. Ein Jahr später kam noch die Daimler-Benz Inter Services (debis) hinzu.

Später gründete Mercedes-Benz mehrere Produktionsstätten im Ausland. Obwohl noch immer der größte Teil der Mercedes Fahrzeuge in Deutschland produziert wird, werden immer mehr in Ländern wie Südafrika, Mexico, USA, Brasilien, Indien, Südkorea und Vietnam hergestellt. Dafür gibt es zahlreiche Gründe wie niedrigere Herstellunsgkosten, niedrigere Transportkosten, die Möglichkeit mehr Kunden zu erreichen und die Erschließung neuer Märkte. 1998 entschied Daimler-Benz, den Marktanteil in den USA zu vergrößern und mit dem Chrysler Konzern zu fusionieren. Die Fusion kostete $38 Milliarden und war eine der größten Fusionen überhaupt. Der Konzern wurde dadurch zum drittgrößten Autohersteller der Welt.

Heute ist Daimler-Benz das größte Industrieunternehmen in Deutschland mit einem Umsatz von 3,1 Milliarden Euro und 416 000 Angestellten weltweit. Der Konzern hat Produktionsstätten in 37 Ländern und verkauft seine Produkte in mehr als 200 Staaten. Im Jahr 2000 wurden 4,2 Millionen Personenwagen und 549 000 Nutzfahrzeuge verkauft.

Der deutsche Hauptsitz von Mercedes-Benz liegt in Stuttgart, der amerikanische Hauptsitz von DaimlerChrysler in Auburn Hills, Michigan. Zu dem Konzern gehören unter anderem Marken wie Dodge, Smart, Frightliner, Sterling, Western Star, Thomas Built Buses, Setra, Orion, American LaFrance, MTV und TEMIC.

Wie viele Firmen hat auch Mercedes begonnen, zu diversifizieren und verschiedene Märkte zu erschließen. Außer Fahrzeugen bietet Mercedes-Benz auch Kleidung, Lederwaren, Uhren, Schmuck usw. unter dem Markennamen an. Dieser wachsende Trend zeigt, dass es für eine Marke wichtig ist, einen hohen Bekanntheitsgrad und das richtige Image zu haben, um auf dem internationalen Markt auf lange Sicht bestehen zu können.

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