Anfänge der deutschen Autoindustrie

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Autorennen wie z.B. die Prinz-Heinrich Fahrten wurden bald zu beliebten Veranstaltungen, die zur Popularisierung des Autos und einzelner Marken beitrugen. Bei einem Rennen konnten potentielle Kunden den unterschiedlichen technischen Stand verschiedener Modelle gut vergleichen. Dass bei Rennen neben der Aristokratie, die Reichen und Berühmten unter den Zuschauern waren, trug zur Faszination der Rennen bei und machte sie dem breiten Publikum noch interessanter. In den 20er Jahren setzte der langsame Wandel des Autos vom Luxusartikel zum Massenprodukt ein.
1928 wurden 100 000 Personen- und 21 000 Nutzfahrzeuge gebaut. Da die Nachfrage nach Autos ständig stieg, wuchs auch der Import aus den USA, Frankreich und Großbritannien. Die deutsche Autoindustrie hatte Schwierigkeiten, im internationalen Wettbewerb zu bestehen, welche durch die Weltwirtschaftskrise 1929 noch verschlimmert wurden. Zu Beginn der dreißiger Jahren führte die steigende Nachfrage dazu, dass die Industrie wieder florierte. Doch schon Mitte der 30er Jahre wurde sie erneut auf Kriegsproduktion umgestellt, was die zivile Produktion wieder unterbrach. Während des Zweiten Weltkriegs wurden ausschließlich Kriegsfahrzeuge hergestellt.
Nach dem Krieg entwickelte sich die Autoindustrie schnell zur wichtigsten Wirtschaftsbranche in Deutschland. Die Autohersteller Mercedes-Benz, BMW und Volkswagen wuchsen zu Konzernen mit zahlreichen Niederlassungen und Tochterunternehmen heran. In Ostdeutschland wurden die Werke von Audi und BMW verstaatlicht und begannen Trabant und Wartburg Autos zu produzieren.
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