Made in Germany

Autos - Made in Germany

BMW gehört zu den bekanntesten deutschen Autoherstellern in der Welt. Die Bayerische Motoren-Werke begannen als Hersteller von Flugzeugmotoren. Nach dem ersten Weltkrieg war die Produktion dieser Motoren aufgrund des Versailler Vertrags stark eingeschränkt. Das Unternehmen fing daher an, Motorräder zu produzieren. Um in die Autoproduktion einzusteigen, kaufte BMW eine Firma, die die Lizenzberechtigung für den Bau des Dixie Wagens besaß. Das Modell verkaufte sich trotz der schlechten wirtschaftlichen Lage Ende der 20er Jahren sehr gut. Als die Lizenz auslief, begann BMW eigene Modelle zu entwicklen. Das Unternehmen baute Sechs-Zylinder-Wagen und Sportwagen. Mit jedem neuen Modell, das BMW einführte, wurde auch gleich ein dazugehöriges Sportmodell entworfen. Der Grund dafür war, dass die Teilnahme an Autorennen damals die beste Reklame für neue Modelle war.

Während des Krieges erhielt die Firma viele Aufträge zur Herstellung von Flugzeugmotoren. Nach dem Krieg wurde gegen die BMW-Werke wegen ihrer Beteiligung an der Kriegsproduktion ein dreijähriges Produktionsverbot verhängt. Dazu kam, dass zwei der Produktionsstätten, nämlich Berlin und Eisenach, in der russischen Zone lagen und später von der DDR-Regierung verstaatlicht wurden. Nur das Werk in München blieb erhalten, musste aber seine Produktion umstellen, da dort bisher nur Motorräder hergestellt worden waren. Die Autoproduktion konnte erst 1951 wieder aufgenommen werden. Unentschlossen, welche Ausrichtung die bessere sei, versuchte BMW eine Weile sowohl auf Masse zu produzieren als auch exklusive Modelle zu bauen. Die dadurch verursachte finanzielle Belastung führte 1959 fast in den Bankrott. Zwischen 1952 und 1962 stellte BMW unter Lizenz Isetta Wagen her. Daraufhin begann die Zusammenarbeit mit italienischen Designern, von der BMW sehr profitierte. In den 60er Jahren fand unter der Leitung von Herbert Quandt eine grundlegende Umstrukturierung statt. Der Erfolg dieser Veränderungen erlaubte es dem Autohersteller größere Wagen herzustellen und eine breitere Produktpalette anzubieten.

BMW hat heute Produktionsstätten in Deutschland, Österreich, Südafrika und den USA sowie Verkaufstellen in Asien und Mexico. Neben Autos und Motorrädern produziert der Konzern noch Flugzeugmotoren. Mit 75% stehen die Fahrzeuge eindeutig an der Verkaufsspitze. BMW stellt inzwischen auch Software (softlab GmbH) her.



Mercedes-Benz ist der älteste Autohersteller der Welt. Die zwei Gründerfirmen Benz & Cie. (gegr. 1883 von Carl Benz) und Daimler Motoren Gesellschaft (gegr. 1890 von Gottfried Daimler) schlossen sich 1926 zur Daimler-Benz AG zusammen. Einer der Ingenieure der Firma war Ferdinand Porsche, der später den VW Käfer entwickeln sollte.

Zu Beginn produzierte Mercedes-Benz sowohl Personen- und Nutzfahrzeuge als auch Motoren für Schiffe, Flugschiffe und Flugzeuge. Während der 30er Jahre war die Firma stark an der Kriegsproduktion beteiligt und stellte später ausschließlich Militärfahrzeuge und -maschinen her. Aufgrund ihrer Beteiligung an der Kriegsproduktion wurden die Werke gegen Ende des Krieges stark bombardiert und zu ca. 70% zerstört. Der Wiederaufbau dauerte einige Jahre. In den 50er Jahren begann das Geschäft zu blühen, und Daimler-Benz exportierte Fahrzeuge nach Indien, Brasilien, Argentinien und in die USA.

Der deutsche Hauptsitz von Mercedes-Benz liegt in Stuttgart, der amerikanische Hauptsitz von DaimlerChrysler in Auburn Hills, Michigan. Zu dem Konzern gehören unter anderem Marken wie Dodge, Smart, Frightliner, Sterling, Western Star, Thomas Built Buses, Setra, Orion, American LaFrance, MTV und TEMIC.

Wie viele Firmen hat auch Mercedes begonnen, zu diversifizieren und verschiedene Märkte zu erschließen. Außer Fahrzeugen bietet Mercedes-Benz auch Kleidung, Lederwaren, Uhren, Schmuck usw. unter dem Markennamen an. Dieser wachsende Trend zeigt, dass es für eine Marke wichtig ist, einen hohen Bekanntheitsgrad und das richtige Image zu haben, um auf dem internationalen Markt auf lange Sicht bestehen zu können.

Ferdinand Porsche, der als Designer des Käfers international bekannt wurde, war noch in französischer Kriegsgefangenschaft, als sein Sohn mit der Herstellung eigener Wagen begann. Ferry Porsche gründete 1950 in Gmünd in Österreich seine eigene Firma. Ein Jahr später gewann einer seiner Wagen das Le Mans Rennen, womit der internationale Erfolg der Porsche Wagen seinen Auftakt nahm. Bei VW hoffte man, Ferry Porsche werde das Nachfolgemodell des Käfers entwickeln. Dieser aber wollte sich nicht bei VW verpflichten. Der Grund dafür war, dass er dann zu wenig Zeit haben würde, seine eigenen Modelle zu entwerfen. Ferry leistete jedoch einige Vertragsarbeit für VW und hat das Design des "Golf" nachhaltig beeinflusst. Als Porsche die Produktion von Gmünd nach Stuttgart-Zuffenhausen verlegte, profitierte die Firma vom engen Kontakt zu VW. Porsche produzierte Teile für VW und bekam dafür Motoren geliefert. Das Porsche Modell 356 wurde ein unerwartet großer Verkaufserfolg, von dem 60 000 Einheiten verkauft wurden bevor man die Produktion einstellte. Porsche schaffte es, eine Marktlücke zu füllen und wurde so bald zu einer international bekannten Marke. Porsche Wagen wurden von Stars wie James Dean gekauft und von den Protagonisten in Filmen wie Risky Business und Car Napping gefahren.

Ähnlich wie Mercedes verkauft auch Porsche eine große Anzahl von Accessoires. So kann man neben Kleidung, Sonnenbrillen, Gepäck und Uhren auch high tech Mountain Bikes und Wein unter dem Markennamen bekommen. Die Accessoires waren ursprünglich als Werbeartikel für Kunden gedacht, die sich keinen Porsche leisten konnten aber die Marke mochten. Aus der Artikelserie entwickelte sich mit der Zeit ein eigener Geschäftszweig.

Trabant und Wartburg Autos
In der Stadt Eisenach begann die Autoproduktion schon 1898. Vor dem 2.Weltkrieg gehörte die Fabrik BMW. Nach dem Krieg wurde das Werk von der Regierung der DDR verstaatlicht und die Produktion von der ehemaligen Sowjetunion reglementiert. Die Produktion von Wartburg Autos begann in den 50er Jahren. Ende der 50er wurden einige Wartburgs auch nach Irland ausgeführt. Später wurden Wartburg Autos in größerer Anzahl nach Großbritannien, Südamerika, den USA, Südafrika und China exportiert.

Trabanten wurden in der Fabrik am Sachsenring in Zwickau hergestellt. Die Fabrik hatte ursprünglich August Horch gehört, der für seine Wagen die latinisierte Version seines Namens benutzte (Audi). Horch (1868-1951) hatte für Carl Benz gearbeitet, bevor er 1899 in Köln seine eigene Firma gründete. Da die Nachfrage nach Autos stetig stieg, eröffnete er bald eine weitere Fabrik in Zwickau. In diesem Werk wurden Limousinen, LKWs und Feuerwehrautos hergestellt. Ab 1910 begann die Produktion der Audis. Horch war der erste deutsche Autohersteller, der ein Fahrzeug mit einem Viertakter baute, und er führte außerdem 1923 die Linkssteuerung ein.

Die langen Schlangen von Trabis, die 1989 an der ungarischen, tschechischen und schließlich der innerdeutschen Grenze standen, machten aus dem Trabi ein Symbol des Freiheitsdrangs der Ostdeutschen.

Volkswagen e-mobility (c) dpaVolkswagen ist der größte Automobilhersteller in Europa und der viertgrößte in der Welt. Die Gruppe besitzt eine Palette von verschiedenen Marken: Audi, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Rolls Royce, Seat, Skoda und VW Personen- und Nutzfahrzeuge. Im Durchschnitt werden 15 000 Autos an einem Arbeitstag produziert.

Die Volkswagen-Werke entstanden, damit Hitler eines seiner Wahlversprechen einlösen konnte. So hatte er versprochen, einen Wagen bauen zu lassen, der für Jeden erschwinglich sein würde. Das Auto sollte im Gegensatz zu den Luxuslimousinen ein Wagen für das Volk sein. 1937 wurde die Naziorganisation Deutsche Arbeitsfront damit beauftragt, eine riesige Produktionsstätte mit einer dazugehörigen Stadt zu bauen, in der die Tausenden von Werkarbeitern leben sollten. Die Nazis tauften die Produktionsstadt Kraft-durch-Freude Stadt bzw. KdF-Stadt. Damit so viele Menschen wie möglich, den Volkswagen kaufen konnten, wurde ein besonderes Sparsystem eingeführt. Aber die Produktion wurde, kaum dass sie angelaufen war, durch erneute Kriegsvorbereitungen unterbrochen und die Produktion auf militärische Fahrzeuge umgestellt.

Nach dem Krieg wurde das Werk von den Alliierten beschlagnahmt und lief unter britischer Führung. Es war stark durch Bomben beschädigt und Werkzeuge und Maschinen im Zuge der Kriegsreparationen entfernt worden. Die Alliierten gaben der KdF-Stadt den Namen Wolfsburg, und die Produktion wurde trotz aller Schwierigkeiten relativ schnell wieder aufgenommen.
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