Vom Hekdesch zum Hightech
250 Jahre Jüdisches Krankenhaus Berlin
21.05.-31.05.07
Shaar Zion Library, Beit Ariela; Sderot Shaul ha-Melekh 25, Tel Aviv
Sprache: Hebräisch/Deutsch
03- 6910141/5

Das Jüdische Krankenhaus Berlin ist das älteste konfessionelle Krankenhaus der Stadt. Nach Wiederansiedlung der jüdischen Gemeinde entstand 1703 ein Hekdesch, eine wohltätige Stiftung für Arme und Kranke. 1756 folgte der Bau eines eigenen Krankenhauses der Jüdischen Gemeinde. Während der NS-Diktatur war das Krankenhaus durchweg in Betrieb und stellte damals die letzte jüdische Einrichtung in ganz Deutschland dar. Im April 1945 fanden sowjetische Soldaten etwa 800 Menschen vor, die im Krankenhaus die letzten Jahre der Gewaltherrschaft überlebten.
Heute ist das Jüdische Krankenhaus Berlin ein klassisches Unfallkrankenhaus mit mehreren medizinischen Schwerpunkten.
Der Tradition entsprechend ist es ein offenes Krankenhaus in Berlin-Wedding, in dem alle Menschen, unabhängig von Religion, Kultur, Herkunft und Hautfarbe, medizinische Hilfe erhalten.
Die Geschichte dieses besonderen Ortes zeigt die Ausstellung im Beit Ariella. Die Ausstellung ist ein Projekt des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien in Potsdam und des Jüdischen Krankenhauses Berlin. Die Ausstellung spiegelt in der Darstellung der 250-jährigen Geschichte des Krankenhauses ebenso die Geschichte der Juden in Berlin wider.
Die Ausstellung wird am 21. Mai durch den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland und den Bürgermeister der Stadt
Tel Aviv – Yaffo feierlich eröffnet.

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