Freud, Sigmund

© Resling
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Das Unheimliche, 1919

Freuds Essay „Das Unheimliche“ ist für die aktuelle Diskussion um das Gefühl des Unheimlichen in alltäglichen Situationen von entscheidender Bedeutung. Entgegen gängiger Positionen besteht das Unheimliche bei Freud nicht nur aus dem Unvertrauten, sondern zugleich auch aus dem Vertrauten. Die von dem Unheimlichen ausgehende Angst basiert demnach einerseits auf der Rückkehr des Verdrängten und andererseits auf der Erneuerung eines zuvor abgelegten Realitätsverständnisses. Im vorliegenden Aufsatz präsentiert Freud neben psychologischen Reflexionen zum Thema, etwa an Hand einer beispielhaften Analyse E. T. A. Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann“, auch etymologische Überlegungen zur Herkunft des Wortes.

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    Der Mann Moses und die monotheistische Religion, 1939

    Die Studie „Der Mann Moses und die monotheistische Religion“ ist die letzte Schrift von Sigmund Freud, die kurz vor dessen Tod im Londoner Exil verfasst wurde. In diesem bedeutenden und komplexen Werk untersucht Freud mit einer historischen Perspektive die Herausbildung des Monotheismus, diskutiert ausführlich die Person Moses und deren Wirken und liefert eine fundierte Kritik am menschlichen Gottesglauben. Zugleich wendet er sich dem Phänomen des Antisemitismus‘ zu und fragt nach dessen Ursachen. Im Weiteren fassen große Teile der Schrift die zentralen Grundgedanken der Freud‘schen Theorienbildung zusammen und machen „Der Mann Moses und die monotheistische Religion“ gegenwärtig zu einem der meistdiskutierten Werke Freuds.

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      Briefwechsel: eine Auswahl, 1974

      „Briefwechsel: eine Auswahl“ ist eine stückhafte Dokumentation des intensiven Briefwechsels und Dialogs zwischen Sigmund Freud und Carl Gustav Jung. Er begann im April 1906 und hielt, nach einem ersten persönlichen Treffen in Wien, über sieben Jahre an. In dieser Zeit tauschten die beiden etwa 360 Briefe aus, die hier in Auszügen abgedruckt und kommentiert sind. Diese Sammlung offenbart nicht nur einen Einblick in das Denken dieser beiden mächtigen Männer der Psychologie, sondern dokumentiert insbesondere den tragischen Beziehungswandel zwischen ihnen: Von einer anfänglich Vater-Sohn ähnlichen Verbindung über langsam wachsende Divergenzen bis hin zum endgültigen Bruch.

        © Am Oved
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        Die Traumdeutung, 1900

        „Die Traumdeutung“ ist einer der Klassiker des letzten Jahrhunderts. Erstmals entschlüsselt Freund systematisch die Sprache und Struktur des Traums und fokussiert dabei besonders die Dimension des Unterbewussten. Radikal neu daran ist die Annahme, dass sich unterdrückte Wünsche und Triebe des Träumenden im Traum kristallisieren und somit aus dem Unterbewussten ins Bewusstsein treten. Diese These belegt Freud an über 100 Träumen, deren zumeist sexuellen und auf die Kindheit zurückgehenden Gehalt er beispielhaft analysiert. Somit kann "Die Traumdeutung" als ein Wegbereiter der späten Freud‘schen Trieb- und Sexualtheorie gelesen werden.

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          Trauer und Melancholie, 1916

          Der Aufsatz „Trauer und Melancholie“ von Sigmund Freud dient der wechselseitigen, systematischen Abgrenzung beider Phänomene. Freud betont dabei vor allem die selbstzerstörerischen Aspekte der Melancholie und sieht in diesen die Ursache für die Suizidgefährdung melancholischer Personen. Während eine erfolgreiche Trauerarbeit das beschädigte Selbstgefühl erneuert, bleibt dies bei der Melancholie aus. Diese mindert somit das Interesse des Betroffenen an der Außenwelt und führt zu heftigen Selbstvorwürfen und -beschimpfungen.

            © Sifrut-Achshav
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            Aus der Geschichte einer infantilen Neurose, 1918

            In „Aus der Geschichte einer infantilen Neurose“ betrachtet Freud idealtypisch anhand einer konkreten Leidensgeschichte die psychische Neurose des Kindes. Diese Untersuchung eines schweren Verlaufs des Krankheitsbildes versteht Freud zugleich als Basis für die Diagnose, Untersuchung und Behandlung der Neurose bei Erwachsenen und betont dabei die besondere Relevanz sexueller Triebkräfte bei deren Herausbildung. Die Abhandlung weist über weite Strecken einen deskriptiven Charakter auf und liefert unter anderem eine leicht zugängliche Analyse eines kindlichen Traums.

              © Dvir Publishing
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              Totem und Tabu. Einige Übereinstimmungen im Seelenleben der Wilden und der Neurotiker, 1913

              Die Aufsatzsammlung „Totem und Tabu“ ist Freuds erstes kulturtheoretisches Werk, in dem er sich eher ethnologischen Fragen nach der Beziehung zwischen Gesellschaft und Religion widmet. Zugleich bilden die hier abgedruckten Texte den Startpunkt einer vorsichtigen Annäherung von Psychoanalyse und Ethnologie, aus der später die Ethnopsychologie hervorgeht. Mit einem stark evolutionistischen Blick diskutiert Freud den Totemismus, die Exogamie, das Tabu und die Magie der von ihm als „primitiv“ bezeichneten Gesellschaften und meint dabei Parallelen im sogenannten „wilden“ und im neurotischen Seelenleben zu erkennen. Zugleich versucht sich Freud an einer elementaren Theorie der Kulturentwicklung. Für die hebräische Übersetzung verfasste er eine eigene, persönliche Vorrede.

                Übersetzungsförderung

                Das Förderprogramm des Goethe-Instituts unterstützt ausländische Verlage bei der Publikation deutscher Literatur.

                „Bücher übersetzen – Brücken schlagen“

                Das Übersetzer-Residenz-Programm des Goethe-Instituts für professionelle Übersetzer aus dem Ausland.

                Theaterbibliothek

                Zeitgenössische deutsche Dramatik:
                Liste vorhandener Übersetzungen zum Bestellen

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