Berichte

PASCH-Jugendumweltkonferenz in Bangalore

Jugendliche auf der ganzen Welt lassen sich für den Umweltschutz begeistern – wenn sie erleben, dass es dabei um ihre eigene Zukunft geht. Genau das ist der Ansatz des Projekts „Greening with Goethe – Goethe-Institut Bangalore (Indien) “ . Gemeinsam mit den Universitäten Bremen und Göttingen hatte das Goethe-Institut diese Idee entwickelt, an der 36 Schulen beteiligt sind. Kaum gestartet, wurde die Konferenz gleich als Beitrag zum UN-Dekadenprojekt 2011/2012 der Weltdekade der Vereinten Nationen anerkannt.

Umweltkonferenz als außergewöhnliche Chance für die Jugendlichen
Zur Umweltkonferenz im Dezember 2011 in Bangalore reisten 150 Schülerinnen und Schüler aus ganz Indien und Deutschland sowie sieben deutsche und indische Professoren und zwei deutsche Schulen an. Die Delegierten stellten ihre Projekte vor, entwickelten einen Maßnahmenkatalog zum Klima- und Umweltschutz der beteiligten Gebiete und verfassten ein von allen unterschriebenes Bangalorer Umweltmanifest.
„Umweltschutz muss immer global betrachtet werden. Die Konferenz ist für die Jugendlichen eine außergewöhnliche Chance zu sehen, wie andere Kontinente damit umgehen“, meinte Dr. Anne Schönhagen vom Goethe-Institut Bangalore. „Unsere PASCH-Schülerinnen und Schüler können jetzt vor Ort die Probleme mit den anderen indischen und deutschen Projektteilnehmern diskutieren und von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beider Nationen beraten werden. Besser kann man Jugendliche nicht auf künftige Probleme vorbereiten“.

Der Hintergrund des Projekts
Voneinander und miteinander Lernen - vor rund einem Jahr wurde diese Idee eines interdisziplinären Umweltprojekts gestartet. Beteiligt sind neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beider Länder auch Schulklassen in unterschiedlichen Altersstufen. Die Idee dabei ist so einfach wie originell: Schülerinnen und Schüler von indischen und deutschen Schulen übernahmen eine wissenschaftlich begleitete Patenschaft über ein bestimmtes Gebiet ihrer Stadt. Mit Hilfe der Bremer, Göttinger und indischen Wissenschaftler erforschten sie den Umweltzustand in ihrem Areal – und übernahmen damit zum ersten Mal bewusst Verantwortung für das Leben in ihrem Stadtteil und ihrer Stadt.

Stellvertretender indischer Parlamentspräsident bei der Schlussveranstaltung
So verwundert es nicht, dass der Erfolg dieses Projekts auch insbesondere diesen jungen Beteiligten zuzuschreiben ist, denn ihre Begeisterung für den individuellen Umweltschutz machte aus dem Projekt schnell eine persönliche Herausforderung. Die indischen und deutschen Jugendlichen konnten "vor der eigenen Haustür" erleben, dass es dabei um ihre eigene Gegenwart und Zukunft geht, die sie auf einmal mit gestalten durften. Zur Schlussveranstaltung der Konferenz erschien unerwartet der indische stellvertretende Parlamentspräsident Sri Rehman Kahn und überreichte jedem der Teilnehmenden die ausgearbeitete Deklaration.

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