
Über mich…Ich bin bildende Künstlerin und interessiere mich besonders für Lyrik und Video-Kunst. Ich bin Gründungsmitglied von „CitySignals“ (www.citysignals.wikidot.com), einem Kunstprojekt, welches unterschiedliche Performances, z.B. in Musik in Unterführungen dokumentiert. In letzter Zeit war ich aktiv in der Gründung und Gestaltung der alternativen Kulturräume und Künstlervereinigungen „Jaaga“ (www.jaaga.wikidot.com) und „Samuha“ (www.samuha.in).
Mein erster Kontakt mit dem Goethe-Institut…
Das MMB spielt seit meiner Kindheit in Bangalore eine Rolle in meinem Leben. Damals war das Institut noch in der Lavelle Road. An den Wochenenden gingen meine Eltern in den Bangalore Club und ich spazierte die Straße herunter zum MMB, um zu sehen, was dort vor sich ging. Es gab dort immer etwas Interessantes: eine Ausstellung, cool aussehende Flyer oder einfach nur ein leckeres Stück Kuchen. Meine erste Zusammenarbeit mit dem MMB als Erwachsene, kam vor zwei Jahren durch ein Treffen für das „Bangalore City Project“ (BCP) zustande. Evelin und Maureen vom Goethe Institut waren, gemeinsam mit einer kleinen Gruppe von Architekten und Künstlern dort. Es war ein offenes Forum, bei dem über Möglichkeiten diskutiert wurde, die entstandene Kluft zwischen der Stadt und ihren Bewohnern zu schließen.
Mein erster Eindruck…
Bei meinem ersten BCP Treffen am MMB vor zwei Jahren dachte ich: Wow, es ist wirklich schön die Gelegenheit zu haben, interessante, intelligente Menschen zu treffen und mit ihnen über die aktuellen Entwicklungen von Kunst und Kultur in Bangalore zu diskutieren! Ich konnte mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal Teil einer Veranstaltung war, die so von Gemeinschaftsbildung und kreativem Denken getragen war.
Der wichtigste Aspekt meiner Verbindung mit dem Goethe-Institut…
- Die Tatsache, dass unsere gemeinsame Arbeit der Künstlergemeinde in Indien zu Gute kommt.
- Die Arbeiten, die ich mit dem Institut durchführe, sind einem breiten und interessierten Publikum zugänglich, so können die Arbeiten Reaktionen hervorrufen und weitere Aktivitäten können folgen.
- Ich mag die Menschen, mit denen ich am Institut arbeite und respektiere sie für ihre Leidenschaft, ihre absolute Hingabe, ihre Produktivität und ihre Denkweise.
Woran ich mich am liebsten erinnere…
Für mich gibt es nicht ein einzelnes Ereignis, sondern die Erinnerung an viele Gespräche und Diskussionen während einem Glas Wein oder Bier. Es ist schön, im Lauf der Zeit die Verwirklichung besprochener Ideen und Projekte zu sehen.
Das Gespür für Qualität, Produktivität und Gemeinsinn, welches die Mitarbeiter am MMB haben, ist etwas sehr liebenswertes. Ich glaube allerdings, das Wichtigste an den Goethe-Instituten ist, dass sie intensiv in die künstlerischen und kulturellen Ereignisse der jeweiligen Städte eingebunden sind. Ihr Wissen über und ihr Engagement in der Kunstszene Indiens, ist beeindruckend und lobenswert. Es ist sehr ermutigend zu sehen, dass ein Kulturinstitut nicht nur eine Ein-Punkt-Agenda verfolgt und die Kunst, Kultur und Geschichte des eigenen Landes darstellt, sondern Verbindungen aufzeigt und Zusammenarbeit zwischen zwei Ländern fördert. Das Institut nimmt die Unterstützung, Motivation und manchmal auch Anleitung der Künstler hier sehr ernst. Das unterscheidet das MMB von jeder ausländischen Kulturinstitution, die ich in Indien kennen gelernt habe.
Was ich über internationale kulturelle Zusammenarbeit denke…
Für mich stellen Künstler immer Wegbereiter dar, die auf kulturelle, politische und soziale Bedingungen eines Landes aufmerksam machen. Unter Berücksichtigung dieser Annahme und in Anbetracht der alarmierenden und unsicheren Situation, in der sich unsere Welt heute befindet, sei es im Bereich der Politik, der Wirtschaft oder der Umwelt, kommt Künstlern eine wichtige und einzigartige Rolle zu. Sie sind in der Lage, ihre Landsleute zu neuen Gedanken und Verhalten anzuregen. Sie zeigen Wege des proaktiven Handelns und auch des positiven Denkens auf. Internationale Kulturvereinigungen haben Einfluss auf die Förderung und den Wissensaustausch verschiedener Gruppen, der auf keine andere Art und Weise so effektiv gestaltet werden kann und zu einem verinnerlichten Wissen über Andere führt. Institutionen wie das Goethe-Institut bieten die Möglichkeit zu solch einem Austausch, indem sie eine neutrale Plattform zur Zusammenarbeit zur Verfügung stellen.
Ich sehe 50 weitere Jahre eines dauerhaften, kooperativen, von Gemeinschaftssinn erfüllten, kulturellen Engagements des Goethe-Instituts in Indien. So wird der Weg hin zu gegenseitigem Verständnis der beiden Länder ebenso aufgezeigt, wie verantwortungsvolle, bewusste und sichere Lebensstile vorstellbar werden.
Das Wichtigste über das Goethe-Institut Bangalore in drei Worten…
Engagiert. Visionär. Kooperativ.








