2012

Dokumentarfilmfestival

Film
10.-11.04., 8.05, 11.06. 2012; 19:00 Uhr
Am 10. April, 8. Mai, 11. Juni im Lamakaan
Am 11. April in der Alliance Francaise
Original mit Untertiteln
frei
040-23350443, 23350473, 23350400
monika.hirmer@goethe-hyderabad.com
10-11.April:
Nostalgia for the Light
Regie: Patricio Guzman, 90 Minuten, 2010.
Gefilmt in Frankreich, Chile & Deutschland

Chiles Atacama Wüste ist der trockenste Ort auf dieser Erde. Für Astronomen bieten seine hohe Lage und geringe Luftfeuchtigkeit daher die ideale Atmosphäre, um in den Weltraum zu blicken, und von dort aus die Vergangenheit und den Ursprung von Galaxien, Sternen und dem Universum zu ergründen. Die Wüste hat außerdem das ideale Klima für Archäologen, da Organismen nicht verfaulen, sondern von der Dürre vollständig mumifiziert werden.
In der Nähe der Teleskope , welche die ältesten Lichter des Universums sichtbar machen, suchen Frauen im Sand nach den Nachlässen ihrer Liebsten. Versteckt im Sand der Wüste sind die Knochen und Körperteile der ‚Verschwundenen’ – Überbleibsel der Gräueltaten von Pinochets Diktatur. Guzmáns sensible und feinsinnige Gegenüberstellung der Astronomen mit den trauernden, doch starken Frauen, stellt die Frage, warum in einem Land, in dem Menschen sich mit den Geschehnissen vor Millionen von Lichtjahren befassen, die Verarbeitung der traumatischen letzten 40 Jahre so viel Widerstand erfährt.

Une Aventure Musical, L’Ensemble Intercontemporain
Director: Michel Follin,
60 minutes

Ein Portrait des Ensemble Intercontemporaine, welches in der Cité de la Musique in Paris residiert und seit 30 Jahren das Abenteuer zeitgenössischer Musik bestreitet. Der Film hat die Struktur polyphonischer Architektur. Unter den Interviewten befinden sich Gründer und Dirigent Pierre Boulez, Direktorin Suzanna Mälkki, sowie andere Komponisten und Dirigenten welche das Publikum durch die Aufnahmen und Aufführungen begleiten.

8. Mai:
Her name is Sabine
Regie: Sandrine Bonnaire,
85 minutes, 2007

Das sensible Portrait der Sabine Bonnaire, einer 38-jährigen Autistin, gefilmt von ihrer Schwester Sandrine. Er erzählt die Geschichte durch privates Archivmaterial der Schauspielerin, aus über 25 Jahren. Der Dokumentarfilm zeigt den Kampf einer Person, deren Entwicklung und zahlreiche Talente von einem hapernden Gesundheitssystem zerbrochen wurden. Nach 5 langen Jahren in einer geschlossenen Anstalt, entdeckt Sabine in einem Wohnprojekt in Charente, ihre Lust zu Leben wieder. Her Name is Sabine ist eine wahrlich kinematografischer Film.

11. Juni:
Rhythm is it!v Regie: Thomas Grube, Enrique Sánchez Lansch,
Farbe, 104 minutes, 2004

Rhythm is it! berichtet vom ersten großen pädagogischen Projekt des Berliner Philharmonie Orchesters unter Leitung von Sir Simon Rattle. Das Orchester bricht zum ersten Mal aus dem Elfenbeinturm der Hochkultur aus und öffnet seine Türen für die Jugendlichen der benachteiligten Unterschicht. Nach Überwindung Ihrer ursprünglichen Vorurteile gegenüber klassischer Musik, und durch rigoroses und nervenzerreißendes Training, tanzen die Jugendlichen schließlich zu Stravinskys ‚le Sacre du Printemps’.
In bahnbrechender Soundqualität, berichtet dieser Film über die Hintergründe und verschiedenen Phasen des ‚Sacre’ Projektes und lässt die Zuschauer tief in die Arbeiten des Berliner Philharmonie Orchesters blicken.

Poets Translating Poets

Dichter aus Deutschland und Südasien übersetzen ihre Gedichte.