2011

Mosconi or to whom the world belongs

Point of View
17.09.2011, 17:30 Uhr
Alliance Francaise
OmU
040-65526443/ 23241791
monika.hirmer@goethe-hyderabad.com



Regisseur: Jeanine Meerapfel,
78 min, 2007

General Mosconi ist eine Kleinstadt im Norden Argentiniens, reich an Öl und Gas. 1993 wurde die staatliche Firma YPF, die der ganzen Region Arbeit, Gesundheitsversorgung und Bildung sicherte, privatisiert. Die Arbeitslosenrate stieg auf 70 Prozent an, die Infrastruktur kollabierte. Die Stadt ist ein Beispiel für das, was man heute unter Verlust von Staat und Politik versteht. Heute können sich die dort lebenden Menschen nicht einmal eine Flasche Gas leisten (Gas ist die billigste Energiequelle in Argentinien). Wasser gibt es nur sechs Stunden am Tag und selbst dann ist es meist verschmutzt. Alle öffentlichen Institutionen sind geschlossen und bieten ihren Service nur sporadisch an.

Die Hauptcharaktere dieses Films sind Mitglieder des UTD, der Union für arbeitslose Arbeiter, in Mosconi. Die Presse nennt sie „piqueteros“, sie selbst nennen sich Sozialarbeiter. Sie haben kreative und unnatürliche Strategien zum Überleben und Wege, das soziale Netzwerk wieder aufzubauen, das als Vorbild für Protestdemonstrationen im Lande galt. Dieser Film handelt von ihren Projekten, Ansichten und ihrer Einstellung gegenüber dem Leben. Er wurde während einem vom Goethe-Institut organisierten Filmworkshop gedreht.

    Poets Translating Poets

    Dichter aus Deutschland und Südasien übersetzen ihre Gedichte.