Ankur Tewaris abenteuerliche Indi-Reise
Rohit Bhatia


Auch wenn es nicht einfach war, meint Ankur in einem persönlichen Gespräch, dass es für ihn nur diesen einen Weg gegeben hätte. Er berichtet: „Ich bin ein Aussteiger. Mir war klar geworden, dass mich Hotelmanagement nicht interessierte. Ich wollte auf der anderen Seite des Tisches sitzen; wollte von anderen bedient werden, anstelle andere bedienen zu müssen.” Nach diesem gewagten Schritt kam der schwierige Teil - auf meinem Weg, mir einen Namen zu machen, auch Spass zu haben. Ankur ließ den Dingen ihren Lauf. Dazu sagt er: „Eigentlich war es nicht geplant, Musiker zu werden, aber Musik machen war das, was ich am besten konnte. Ich spiele seit meiner Schulzeit Gitarre und singe Lieder. Entweder machte ich Musik oder einen Abschluss an der Hotelfachschule. Ich hatte nie bewusst geplant, beruflich Musik zu machen, Songs und Geschichten zu schreiben. Auch heute noch betrachte ich es nicht als Karriere. Man tut Dinge, um Spaβ zu haben.”

Ankurs unabhängige Musik, die er mit seiner Band Ghalat Family macht, ist die Art einfache Kost, die einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Ihr unterhaltsamer Rock-n-Roll mit Hindi-, Urdu- und englischer Lyrik zwingt zum Mitsummen. Ihr Debütalbum "Jannat", das 2010 herauskam, ist bereits ein Kult-Album. Die Shows von Ankur Tewari und seiner Band Ghalat Family locken ein treues und bunt gewürfeltes Publikum an. Ihre Gigs sind nicht nur in Großstädten Hits, sondern auch in kleineren Städten. Ihre Fangemeinschaft wächst von Tag zu Tag und auf ihren Shows wird begeistert mitgesungen. Ankur schreibt und vertont die meisten der Songs selbst. Den Prozess des Songwriting beschreibt er folgendermaβen: „Ich jamme mit einem Musikinstrument. Das kann eine Gitarre, Ukulele oder ein Rhyhtmus sein, den ich auf die Tischplatte trommle. Dann füge ich weitere Töne hinzu. Das geht so lange bis man in eine Art Trancezustand verfällt. Und wenn man dann aufwacht, ist ein neuer Song entstanden.”

Für seine Versuche, Geschichten mittels Worten und Musik zu erzählen, bedient sich Ankur modernster Technologie. Dazu sagt er: „Für mich ist alles, von einem Bleistift bis zu einem Twitter-Account, Technologie. Sie hilft, Worte und Musik an noch mehr Menschen zu bringen. Technologie ist Ihr Freund und sollte wie ein Freund behandelt werden.”
Was die Zukunft angeht, so weiβ Ankur genau, was in den Karten geschrieben steht. Dazu sagt er: „2012 ist das Jahr des Drachen und auch ich bin ein Drache. Dieses Jahr sind zahlreiche Gigs mit meiner Band Ghalat Family angesagt. Ausserdem arbeite ich an einem Film, für den ich Ende des Jahres Regie führen werde.”
Rohit Bhatia ist ein Journalist und Autor aus Mumbai, dessen Beiträge in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften in Indien und Australien veröffentlicht wurden.
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