Das deutsch-indische Stadtschreiber-Projekt AKSHAR begleitet vierzehn Autoren aus den beiden Ländern auf ihrer
Entdeckungsreise durch die jeweils andere Welt. Einen Sommer lang erzählen sieben deutsche Schriftsteller von ihren
Eindrücken in verschiedenen indischen Städten, während sieben indische Autoren von ihren Erfahrungen in Deutschland
berichten.
Die indischen Autoren kommen zwar aus einem Land, jedoch aus unterschiedlichen Bundesstaaten mit ganz eigenen
Traditionen und Sprachen. Umgekehrt reisen die Deutschen aus einer vergleichsweise kleinen Republik in einen kontrastreichen,
widersprüchlichen Subkontinent.
Über die Internet-Tagebücher von AKSHAR sollen Portraits entstehen, die mittels subjektiver Eindrücke einen neuen Blick auf
die Welt des jeweiligen Gegenübers eröffnen. Darüber hinaus will AKSHAR dazu beitragen, die literarischen Begegnungen
zwischen Deutschland und Indien zu intensivieren.
Die Reisen finden zwischen Juni und Oktober 2006 statt und gehen nach Bangalore, Hyderabad, Chennai, Mumbai, Pune, Kolkata
und New Delhi einerseits, nach Stuttgart, München, Frankfurt, Köln, Hamburg, Leipzig und Berlin andererseits. Als
deutschsprachige Autoren sind beteiligt Guy Helminger, Sandra Hoffmann, Angela Krauß, Kristof Magnusson, Martin Mosebach,
Georg Martin Oswald und Josef Winkler. Die indischen Stadtschreiber sind Swapnamoy Chakraborti aus West-Bengalen, Adyasha Das
aus Orissa, Mahesh Dattani und Mogalli Ganesh aus Karnataka, Bhupinder Aziz Parihar aus dem Punjab, Maythil Radhakrishnan aus
Kerala und Rajula Shah aus Madhya Pradesh.
Die deutschen Autoren wurden von den Leitern der Literaturhäuser in Deutschland nominiert, während auf indischer Seite die
staatliche Literatur-Akadamie Sahitya die Auswahl durchführte. Alle Autoren werden an ihren Gastorten Lesungen und
Diskussionen durchführen. Während der Ehrengast-Präsentation Indiens auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2006 werden sie
dann gemeinsam auftreten und von ihren jeweiligen Erfahrungen berichten.
Mit AKSHAR setzt sich die Zusammenarbeit des Goethe-Instituts mit den Literaturhäusern in Deutschland fort; diese hatte zur
Buchmesse 2004 mit dem deutsch-arabischen Literaturforum MIDAD begonnen.







