
Ganz klar, hier spricht Horst Tappert als Stephan Derrick zu seinem Arbeitskollegen Harry Klein. Dieser Kultsatz steht als Symbol für die Krimiserie Derrick, die von 1974 bis 1998 produziert wurde und noch ausgestrahlt wird. Drehort ist München, wo der Oberinspektor und sein ewiger Assistenzinspektor mit ihrem BMW ganz im Stil der Siebziger Jahre die Mordfälle aufklären. Sogar Umberto Eco verfasste eine Glosse über Derrick, in der er Horst Tappert als den typisch biederen, aber klugen Deutschen interpretiert. Wie dem auch sei, sicher ist, dass auch diese Serie einen wichtigen Beitrag zur deutschen Fernsehkultur geleistet hat.
38 Jahre Tatort
Seit mittlerweile fast 40 Jahren haben deutsche Krimi – Fans Sonntagabend einen festen Termin und zwar die Serie Tatort im Ersten. Ob auf dem heimischen Sofa oder zum wöchentlichen Treffen in der Kneipe, um 20.15 Uhr ist es endlich soweit. Wie es diese Sendung zum Kult geschafft hat? Besonders ist zum einen die Verteilung der Produktionsorte über ganz Deutschland mit den dementsprechend wechselnden Ermittlerteams. So begegnet man nicht nur den verschiedenen geografischen Regionen und ihren Dialekten (früher leider mehr als heute), sondern sieht sogar ab und zu das eigene Stadtviertel im Bildschirm. Die meisten der Fälle spielen in München (49 Produktionen) gefolgt von Leipzig (45), Ludwigshafen (44), Hamburg (41), Köln (39) und Duisburg (29).
Die erste Folge von Tatort wurde am 29. November 1970 mit dem Titel „Taxi nach Leipzig“ ausgestrahlt; die mit 24,35 Millionen Fernsehzuschauern höchste Einschaltquote hatte am 16. November 1980 die Folge „Schönes Wochenende“. Am 26. Mai 2008 lief in der ARD die 700. Folge Tatot. Im Durchschnitt beläuft sich die Zahl der Zuschauer auf 7,1 Millionen, das entspricht einer Quote von etwa 20,6%.Besonders ist eben auch die Mode, sich die Folgen in der Kneipe gemeinsam mit anderen Fans anzugucken. Der Gewinner des Täterratens während der Halbzeit bekommt am Ende einen Schnaps gratis. Seit 2008 gibt es nun die älteste und beliebteste Fernsehserie Deutschlands auch im Radio mit eigens für dieses Medium produzierten Folgen. (www.radiotatort.ard.de) Der Tatort ist für jung und alt zu einem festen Programmpunkt im Alltag geworden. Wenn Sie also ein Stück deutsche Kultur kennenlernen wollen, dann gehen Sie doch mal sonntags Abend zum Tatort in eine alteingesessene Großstadtkneipe und lassen die Stimmung auf sich wirken.
Thomas Gottschalk und "Wetten, dass...?"
Das Konzept für diese Erfolgsshow soll Frank Elstner in einer schlaflosen Nacht kreiert haben. Heute ist der Moderator Thomas Gottschalk mit seinen verschiedenen zuweilen den Geschmack herausfordernden Outfits Sinnbild der Sendung. Durch das italienische Pendant „Scommettiamo che…?“ sind dem ein oder anderen die Regeln der Show wohl bekannt. So führen die spektakulären Wetten und amüsanten Wetteinsätze der Wettanbieter und Stars zu einem hohen Spaß- und Spannungsfaktor. Durch Skurrilitäten macht diese Sendung immer wieder von sich reden, wie zum Beispiel, dass der geliebte Moderator zum Schock aller Zuschauer seinen Rücktritt ankündigte. Jener Tag war glücklicherweise ein 1. April und alles nur ein Scherz.










