Fior, Manuel

Manuel Fior

Manuel Fior wurde 1975 in Cesena geboren und lebt heute in Paris. Nach seinem Architekturstudium an der Universität in Venedig, zieht er im Jahr 2000 nach Berlin, wo er bis 2005 als Comickünstler, Illustrator und Architekt arbeitet.
Die Zusammenarbeit mit dem deutschen Avant-Verlag beginnt mit einem Beitrag in dem Comicmagazin “Plaque”. Seitdem hat er eine Vielzahl an kurzen Comicgeschichten gezeichnet, die alle von seinem Bruder Daniele verfasst wurden und in den Magazinen „Black", „Bile Noire", „Stripburger", „Forresten" und „Osmosa" erschienen sind sowie als Sammelband unter dem Titel Quattro Buoni Motivi (Arti Grafiche Friulane, 2003).
2004 erscheint im Schweizer Verlag Atrabile der erste lange Comic mit dem Titel Les gens le dimanche, eine Liebesgeschichte aus Berlin-Friedrichshain. Auf dem Comicsalon in Erlangen gewinnt er damit den ICOM-Preis für das „Beste Szenario“.
Manuel Fior arbeitet mit seinen Illustrationen für The New Yorker, Le Monde, Vanity Fair, Feltrinelli, Einaudi, Sole 24 Ore, Edizioni EL, Fabbri, Internazionale, Il Manifesto, Rolling Stone Magazine, Les Inrocks, Nathan, Bayard, Far East Festival.

Buchtipps:

Mademoiselle Else, Decourt, 2009
Else, Tochter einer Familie des österreichischen Großbürgertums, erfährt während ihres Italienurlaubs von der drohenden Verhaftung ihres Vaters, der kurz vor dem Bankrott steht. Die Mutter schickt sie zu Von Dorsday, einem reichen Kunsthändler und Freund der Familie, um ihn zu bitten, die nötige Summe aufzutreiben und dem Vater zu helfen. Für das Erfüllen ihrer Bitte stellt Von Dorsday Else aber eine Bedingung: Er überweist die Summe nur, wenn Else sich eine viertel Stunde nackt von ihm bewundern lässt.
Das Buch - eine literarische Adaption der Monolog-Novelle Fräulein Else von Arthur Schnitzler - ist in Italien 2009 bei Coconino Press unter dem Titel La Signorina Else erschienen.

Cinq mille kilomètres par seconde, Atrabile, 2010
Piero, Lucia und ihr Freund Nicola. Ein sensibler Gefühlsroman, den Manuel Fior mal mit ganz sanften, mal mit ganz starken Farben unterlegt. Er malt das Portrait einer Generation, die auch auf der Gefühlsebene hin- und hergerissen ist: zwischen dem Wunsch nach der Ferne und der Sehnsucht nach den eigenen Wurzeln. Ausgezeichnet 2010 in Lucca mit dem „Premio Gran Guingi“ als Bester Autor sowie 2011 in Angoulême mit dem „Prix du Meilleur Album“ und in Neapel mit dem „Premio Micheluzzi“ für den Besten Comic. Das Buch ist in Italien 2010 bei Coconino Press unter dem Titel Cinquemila chilometri al secondo erschienen.

Manuel Fior in Deutschland
Manuel Fior wird in Deutschland im Avant-Verlag veröffentlicht, wo bisher die Werke Menschen am Sonntag, Ikarus, Fräulein Else und Fünftausend Kilometer in der Sekunde sowie eine Geschichte in dem Magazin Plaque 01 erschienen sind.

Wir danken Coconino Press für Bild- und Textmaterial.

Goethe-Institut Rom, Information & Bibliothek
Online-Redaktion
Dezember 2011
Übersetzung: Sarah Wollberg

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