Auftakt zum Mord 2

Tod eines Mathematikers

von Kerstin Herrnkind und Walter Ludwig

Copyright © 2013 Grafit Verlag, Dortmund

Alexandra kann ihren Vater wirklich nicht mehr ertragen und fasst den Entschluss ihn zu töten. Der Tod überrascht den Mathematiker jedoch, bevor sie zur Tat schreiten kann. Es sieht wie Selbstmord aus, aber Alexandra, eine Polizeireporterin, hat einen Verdacht: Ihr Vater arbeitete an einer geheimen mathematischen Formel...


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Prolog
Er liebt sie. Deshalb bricht er ihr das Genick. So bleibt ihre Schönheit erhalten. Und sie muss nicht leiden. Es ist die humanste Art, jemanden zu töten. Sauber, sicher und schnell. Und vollkommen schmerzlos. Sie hat keine Chance. Nicht die geringste. Nicht gegen ihn. Er ist stark. Er dreht sie auf den Bauch. Mit dem Gesicht zur Erde. So kommt der Mensch zur Welt. Und zur Erde kehrt er zurück. Der Kreislauf schließt sich. Der Kreislauf der Natur. So hat es die Schöpfung vorgesehen. Ihr leises Wimmern dringt durch den Knebel. Sie tut ihm leid. Sie ist noch so jung. Aber es muss sein. Gleich hat sie es überstanden. Mit dem linken Unterarm ein fester Hebel um den Hals. Dann mit der rechten Hand ein schneller Ruck gegen den Kopf, angesetzt am Kinn. Präzise. Er muss die Stelle genau treffen. In einem bestimmten Winkel. Ein leises Knacken.

Es ist vorbei.


Über die Autoren

Foto: privat Kerstin Herrnkind 1965 in Bremen geboren. Im zarten Alter von zehn Jahren verschleppten sie ihre Eltern in die Nähe von Hamburg aufs platte Land. Nach Studium und Zeitungsvolontariat arbeitete Kerstin Herrnkind vier Jahre lang bei der TAZ, bevor sie 1999 zum STERN ging, wo sie noch heute als Reporterin arbeitet.

Walter K. Ludwig , wurde 1957 in Bad Neustadt a. d. Saale geboren. Er machte Musik, studierte Geschichte und Politikwissenschaft und absolvierte ein Zeitungsvolontariat. Mehrere Jahre arbeitete er als Redakteur. 2007 erschien sein erster Roman. Er lebt als Autor in Hamburg.