Preisverleihung 2011

Preisverleihung 2011

Foto: Jochen EckelStM Bernd Neumann (BKM) verleiht deutsch-italienischen Übersetzerpreis 2011, links ital. Botschafter Valensise; Fotos: Jochen EckelAm 2. März 2011 wurde im Berliner Bode-Museum der diesjährige Deutsch-Italienische Übersetzerpreis vergeben. Überreicht wurde der Preis vom Kulturstaatsminister Neumann und vom italienischen Botschafter Michele Valensise.

Bei der Preisübergabe betonte Staatsminister Neumann: „Die hohe Kunst der Literaturübersetzung darf nicht nur im Feuilleton gewürdigt werden – sie braucht auch eine angemessene Vergütung und vor allem verbindliche Regeln. Dafür setze ich mich ein und begrüße, dass sich zunehmend die Übersetzer selbst für den Wert ihrer Arbeit stark machen. Verlagen muss klar sein, dass sie ohne die kreative geistige Leistung von Übersetzern – im wahrsten Sinne – wortlos blieben.“ Anschließend bemerkte er: „Die besondere Leistung der Übersetzer besteht darin, dass das, was den literarischen Rang eines Werkes ausmacht, nicht einfach hinüber transportiert, sondern geradezu transformiert wird. Erst dadurch wird Weltliteratur ermöglicht.“

StM Bernd Neumann (BKM) verleiht deutsch-italienischen Übersetzerpreis 2011 an Barbara Kleiner, rechts ital. Botschafter Valensise; Foto: Jochen Eckel



Den mit 10.000 Euro dotierten Preis für die herausragende Übersetzung eines Werkes italienischer Literatur ins Deutsche erhält Barbara Kleiner für ihre Übersetzung von Ippolito Nievos Roman „Ein Engel an Güte“ (Manesse, 2010). "Bei Barbara Kleiner bekommt Nievo seine alte Frische zurück: Ihr Engel an Güte ist so glanzvoll wie Venedig an einem Sonnentag.“, so die Laudatio von Maike Albath.

StM Bernd Neumann (BKM) verleiht deutsch-italienischen Übersetzerpreis 2011 an Maja Pflug, rechts ital. Botschafter Valensise; Foto: Jochen Eckel



Der Preis für das Lebenswerk eines Übersetzers in Höhe von 10.000 Euro erhält Maja Pflug, deren Gesamtwerk nach Albath von literarischem Gespür, sprachlicher Phantasie, Einfühlungsvermögen, stilistischer Vielfalt und Beständigkeit ausgezeichnet ist.

StM Bernd Neumann (BKM) verleiht deutsch-italienischen Übersetzerpreis 2011 an Julika Brandestini, rechts ital. Botschafter Valensise; Fotos: Jochen Eckel



Das Aufenthaltsstipendium zur Nachwuchsförderung in der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom geht an Julika Brandestini für ihre Übersetzung von Michela Murgias Roman „Accabadora“. Gemäß Albath hat der Roman in Brandestinis Version dieselbe unbehauene Schroffheit und rätselhafte Anmutung wie im Italienischen.

Die Mitglieder der Jury waren in dieser Ausgabe Maike Albath (Vorsitzende, Journalistin und Literaturkritikerin), Ragni Maria Geschwend (Übersetzerin), Florian Höllerer (Direktor des Literaturhaus Stuttgart), Adrian La Salvia (Romanist Universität Erlangen), Lothar Müller (Journalist und Literaturkritiker) und Irina Rajewsky (Romanistin Freie Universität Berlin).

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