Filmpaket

Weg der Hoffnung
Die Migration im deutsch-italienischen Film

Diese Filmreihe, die die Filmjournalistin Monica Maurer gemeinsam mit dem Goethe-Institut Italien zusammengestellt hat, versteht sich als Zeitreise durch ein Kapitel der deutschen und italienischen Nachkriegsgeschichte. Die ausgewählten Spiel- und Dokumentarfilme deutscher und italienischer Regisseure befassen sich mit den Ursachen wie mit den politischen, gesellschaftlichen und menschlichen Auswirkungen der Arbeitsmigration: mit der Entfremdung zerrissener Familien, der kulturellen Entwurzelung, den erschütterten Hoffnungen, aber auch mit dem Traum der Annäherung an eine neue Welt, dem Verlangen nach Freiheit zwischen Anpassung und Selbstbehauptung. Auch die Erfahrungen der zweiten und dritten Generation kommen zum Ausdruck: die Suche nach der verlorenen Identität zwischen Integration und Assimilation in einem transnationalen und multiethnischen Europa von heute, das nunmehr seinen Bürgern ermöglicht, selbst zu wählen, wo man leben und arbeiten will.

Unsere Filmreihe reicht von den ersten italienischen und deutschen „Klassikern“ unter den Spielfilmen wie Rocco e i suoi fratelli (1960) von Luchino Visconti und Rainer Werner Fassbinders Katzelmacher (1969) bis hin zu den kürzlich deutsch-italienisch koproduzierten Dokumentarfilmen Mirabella - Sindelfingen (2001) von Andreas Pichler und Catenaccio in Mannheim (2001/2) von Mario di Carlo.

Wir hoffen mit diesem Filmpaket einen wichtigen Teil der deutsch-italienischen Geschichte zu reflektieren und damit gleichzeitig einen Diskussionsbeitrag zur Situation von Immigranten und ihren Familien in unseren beiden Ländern und in Europa zu leisten.

Besonders bedanken möchte ich mich bei Monica Maurer, Frank Heins und allen Kolleginnen und Kollegen für die Zusammenarbeit.
Ulrike Tietze
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