Ausstellung

Neapel-Bochum-Rimini

Die italienische Einwanderung ins Rheinland und nach Westfalen hat eine jahrhundertealte Tradition. Sie reicht von den römischen Soldaten über Kaufleute und Handwerker bis zu Ingenieuren Facharbeitern und Industriearbeitern, die seit Ende des 19. Jahrhunderts in das aufstrebende Ruhrgebiet kamen.

In der Zeit des "Wirtschaftswunders" brauchte Deutschland Land- und Industriearbeiter in großer Zahl. Mit einem gemeinsamen Abkommen schufen die Bundesrepublik Deutschland und die italienische Republik 1955 die Grundlage für die Anwerbung und Vermittlung von Arbeitskräften. Rund 150.000 Menschen kamen in den 60er Jahren jährlich aus Italien nach Deutschland, um hier zu arbeiten.

Zur selben Zeit setzte auch eine Wanderungsbewegung von Deutschland nach Italien ein: Italien kam in den 1950er und 1960er Jahren in Deutschland als Reise- und Urlaubsland in Mode.

Die Dokumentationsausstellung Neapel-Bochum-Rimini. Arbeiten in Deutschland, Urlaub in Italien zeigt in anschaulicher Weise Wunsch und Wirklichkeit der gegenseitigen Vorstellungen.

[Auszug aus dem Grußwort des italienischen Konsuls in Dortmund, Herrn Antonio Trinchese, für den Ausstellungskatalog]

Diese Ausstellung fand vom 12. Juli - 26. Oktober 2003 in Bochum statt und wurde dann in mehreren italienischen Städten im Rahmen der Migrationsreihe Menschen Unterwegs präsentiert.

Unter der Schirmherrschaft von



Eine Ausstellung des Westfälischen Industriemuseums, Dortmund
Konzept: Anke Asfur und Dietmar Osses