Auge in Auge

Deutschlandistan

Laster und Tugenden der deutschen Integration

Begegnung und Premiere
Mittwoch 20. April 2011 – 20.45 Uhr
Auditorium des Goethe-Instituts – Via Savoia 15, Rom
Simultanübersetzung
Eintritt frei
Tel. +39 06 84400541
info@rom.goethe.org
© colourbox.com
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„Deutschlandistan“
Regie: Pietro Suber, Francesco Tosto
Dokumentarfilm, Italia 2011, 50 Min.
Italienische Version

Neukölln, Berlin. Hier leben 139 Nationalitäten miteinander, voneinander isoliert. Eine wahrhaftige Werkstatt unter freiem Himmel zum Thema Integration, wo Deutschlands höchste Kriminalitätsrate besteht. Eine Reise in die multiethnische Gemeinschaft des Berliner Stadtviertels, um dieses Integrationsmodell zu verstehen. Denn Neukölln steht nicht nur für Verfall und Kriminalität, sondern auch für einen Ort der langsam das Bild der Stadt Berlin verändert.

„Deutschlandistan“ informiert über die Integration der Ausländer in Deutschland. In Anbetracht der jüngsten Ereignisse in der arabischen Welt leitet der Film aber eine weit reichendere Reflexion über die Flüchtlingswellen ein, die Italien und Europa beschäftigen. Das, was einige als biblischen Exodus beschrieben haben, hat in der Tat die Diskussionen um die Aufnahmekapazitäten unserer Länder, die Verantwortung der Regierungen bezüglich humanitärer Notstände und eine neue Terrorismusgefahr neu entfacht.

Nach der Vorführung Diskussion mit Pietro Suber, Journalist und Regisseur, Andrea Affaticati, Journalistin bei Il Foglio und Autorin einer Reportage über die islamische Gemeinde Hamburgs und Karl Hoffmann, freier Korrispondent am Mittelmeer für das deutsche Radio.

Moderation: Jörg Bremer, Korrispondent der Frankfurter Allgemeine Zeitung.