Moshe Zimmermann

Moshe Zimmermann, Jerusalem
Politisierte Theologie des Judentums:
Laizisten - Siedler - Ultraorthodoxe

  1. Der theologische Stellenwert Erez Israels (des Landes Israel) in der jüdischen Tradition: Land, Grenzen und Heiligkeit
  2. Die politische und politisierte Theologie vor 1967 als Randerscheinung in Politik und Theologie
  1. Die Zunahme religiöser Tendenzen in der jüdisch-israelischen Gesellschaft:
    a. Der Zerfall der sozialistischen und liberalen Werte
    b. Die Umwandlung der Gesellschaftsstruktur, Besatzung 1967, politische Wende 1977
  2. Die Anfänge einer fundamentalistischen Theologie
  3. Volk und Land in der Theologie der Nationalreligiösen Partei und der Siedler-Bewegung
  4. Die Politisierung der Theologie im Kontext des Verständnisses von Erez Israel unter der säkularen Rechten
  5. Von Ablehnung zur Vereinnahmung: Der Stellenwert des Staates in der Politik der Ultraorthodoxie
  6. Die Erfindung einer „orientalischen” Ultraorthodoxie: eine „post-zionistische” Theologie
  7. Sicherheit und Heiligkeit: Der Weg zum Primat der Heiligkeit
  8. Die Aufwertung Jerusalems: Souveränität und Heiligkeit
  9. Die Debatte um den jüdischen Charakter des Staates Israel: Theologie als Staatsverfassung
  10. Heiliger Krieg: Dschihad und der Kampf gegen den Terror
  11. Die Konjunktur des neuen Religionskriegs: Die Allianz gegen den Islam
  12. Religionskrieg statt Kampf der Nationen: Die Auswirkung auf arabisch-israelische Verhältnisse in- und außerhalb Israels.
Moshe Zimmermann, geb. 1943 in Jerusalem, ist Professor für deutsche Geschichte und seit 1986 Direktor des Richard-Koebner-Zentrums für Deutsche Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem; nach dem Studium der Geschichte und Politologie in Jerusalem und Hamburg Promotion über die Emanzipation der Hamburger Juden an der HU Jerusalem; Gastprofessuren in Heidelberg, Mainz, Princeton (USA), Köln, Halle, München, Saarbrücken und Göttingen; Träger des Rudolf-Küstermeier-Preises der israelisch-deutschen Gesellschaft (1990), des Humboldt-Forschungspreises (1993), des Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preises des DAAD (1997) sowie des Dr.-Leopold-Lucas-Preises (2002); Autor zahlreicher Publikationen in Deutsch und Hebräisch zu Nationalismus, Antisemitismus und zur deutsch-jüdischen Geschichte sowie zum Holocaust, zur Erinnerungsarbeit in Deutschland und Israel, zu den deutsch-israelischen Beziehungen und zur europäischen Integration. Moshe Zimmermann ist an der öffentlichen Diskussion über historische und aktuelle politische Themen in Deutschland und Israel intensiv beteiligt.
Publikationen: Wilhelm Marr - The Patriarch of Antisemitism, New York 1986; Wende in Israel. Zwischen Nation und Religion, Berlin 1996; Die deutschen Juden 1914-1945, München 1997; Deutsch-Jüdisch, München 2000; (Hg.), Das Dritte Reich. Eine historische Bilanz (hebr.), Jerusalem 2000.