Veranstaltungen

Nach der Wahl. Deutschland und die Zukunft Europas

Auge in Auge: Angelo Bolaffi und Thomas Schmid

Podiumsdiskussion
1. Oktober 2013, 18:30 Uhr
Bibliothek des Goethe-Instituts Turin
Info: Tel. +39 011 543 830
schladen@turin.goethe.org
Am Sonntag, den 22. September haben die Deutschen einen neuen Bundestag gewählt: Die Partei von Angela Merkel (CDU/CSU), Kanzlerin seit 2005, hat mit 41,5 % der Stimmen die absolute Mehrheit im Parlament um ein Hauch verfehlt. Regelrecht abgewählt sind hingegen die Freien Liberalen (FDP) geworden. Auch die vieldiskutierte Alternative für Deutschland (AfD), die für einen Austritt der „schwachen“ europäischen Ländern aus der Europäischen Union steht, hat die Fünf-Prozent-Hürde nicht geschafft.

Das Verhandlungspoker hat nun begonnen auch wenn noch keine offiziellen Koalitionsverhandlungen aufgenommen wurden. Welche Allianz wird künftig die Bundesrepublik regieren? Würde eine Koalition mit der übermächtigen CDU eine weitere Schwächung der Sozialdemokraten mit sich ziehen? Wie wird dieses Wahlergebnis die Eurokrise und den europäischen Integrationsprozess bestimmen? Wird die durch das Wählervertrauen so gestärkte Angela Merkel die Führungsrolle, die ihr und dem wirtschaftsstärksten EU-Land zufällt, auszufüllen wissen?

Darüber diskutieren Angelo Bolaffi, Autor des vor wenigen Monaten erschienen Buches Cuore tedesco. Il modello Germania, l’Italia e la crisi europea (Donzelli 2013) und Thomas Schmid, Herausgeber der WELT-Gruppe. Es moderiert die Journalistin Tonia Mastrobuoni (La Stampa).

Angelo Bolaffi ist politischer Philosoph und Germanist. Von 2007 bis 2011 war er Direktor des italienischen Kulturinstituts in Berlin. Zu seinen Publikationen zählen neben dem just erschienen Essay Cuore tedesco. Il modello Germania, l’Italia e la crisi europea, Donzelli 2013 (Deutsches Herz. Das Modell Deutschland, Italien und die Krise Europas) u.a. Il sogno tedesco. La nuova Germania e la coscienza europea, Donzelli 1993 (Der deutsche Traum. Das neue Deutschland und das europäische Bewusstsein), Il crepuscolo della sovranità. Filosofia e politica nella Germania del Novecento, Donzelli 2002 (Der Untergang der Souveränität. Philosophie und Politik im Deutschland des 20. Jahrhunderts) und Pensiero e potere. Pensare «oltre» il Novecento, Pensa Multimedia 2006 (Denken und Macht. Über das 20. Jahrhundert „hinaus“ denken).

Thomas Schmid: 1945 bei Leipzig geboren, Studium vor allem der Germanistik in Frankfurt am Main. Aktiv in der Studentenbewegung. Herausgabe einer linken Theorie-Zeitschrift. 1979 bis 1986 Lektor im Verlag Klaus Wagenbach in Berlin, zuständig für politische Literatur, Kunstgeschichte und Italien. Später freier Autor und Berater von Daniel Cohn-Bendit im Amt für multikulturelle Angelegenheiten in Frankfurt. Redakteur und stellvertretender Chefredakteur bei der Wochenpost, dann bei der Hamburger Morgenpost. 2000 bis 2006 bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Aufbau der Sonntagszeitung. Seit 2006 Chefredakteur der Tageszeitung Die Welt, dann der WELT-Gruppe, seit 2010 Herausgeber der WELT-Gruppe. Verschiedene Bücher, u.a. zur deutschen Einheit.

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