Wege zur Aussöhnung


Ostasien gehört zu den Krisenregionen der Welt. Spannungen infolge der historischen Entwicklung im 20. Jahrhundert belasten auch heute das Verhältnis der Nachbarstaaten und die stabile Entwicklung in der Region.

Vor diesem Hintergrund können die Erfahrungen, die Deutschland im Umgang mit seiner Vergangenheit im Dritten Reich und bei der Aussöhnung mit seinen Nachbarn gemacht hat, einen Beitrag zum kulturpolitischen Diskurs in Ostasien leisten.

Deutschland wird in der Region gerne als Beispiel für einen weitgehend geglückten Prozess der „Vergangenheitsbewältigung“ angeführt. Allerdings fehlt es oft an konkreten Informationen zu den Verfahren und den beteiligten Institutionen und Akteuren.

Von April 2007 bis April 2008 thematisierte die Veranstaltungsreihe „Wege zur Aussöhnung“ die Erfahrungen Deutschlands bei der Aussöhnung mit seinen Nachbarn und nutzte Ansatzpunkte im Handlungsfeld Kultur für die Vermittlung deutscher Beiträge zur Diskussion der „Vergangenheitsbewältigung“ in der Region Ostasien.

Im Zeitraum von einem Jahr fanden zahlreiche Veranstaltungen in Korea und Japan statt; eingeleitet mit einer Informationsreise für Journalisten und Historiker. Wir laden Sie ein, sich weiterhin mit dem Thema auseinanderzusetzen und die Vielfältigkeit der möglichen Aussöhnungswege zu entdecken, die sich in Deutschland im Laufe der Zeit entwickelt haben.

Die Frage nach dem Umgang mit der Vergangen-
heit und verschiedenen Erinnerungskulturen ist in vielen Ländern aktuell.
Schon seit den frühen Achtzigerjahren gibt es in Deutschland Debatten um zeitgemäße und angemessene Formen des Gedenkens.
Zeitzeugen des europäischen Widerstandes berichten in kurzen Filmen