Das Goethe-Institut im neuen Haus
Da staunten die Besucher nicht schlecht, als sich am 28. Februar die Türen zum neuen Haus des Goethe-Instituts Kasachstan öffneten und sich ihnen ein modernes, helles und großes Institut präsentierte.
„Was lange währt, wird endlich gut“ heißt es und umso größer und schöner fielen dann auch die zweitägigen Feierlichkeiten aus, mit denen das neue Goethe-Institut nun eingeweiht wurde. Über 500 Besucher ließen sich die Party nicht entgehen und genossen den Tag der offenen Tür. Bei Kaffee und Kuchen konnten sie tagsüber die neuen Räumlichkeiten bewundern oder an einem oder mehreren der über 20 verschiedenen Veranstaltungen teilnehmen.
Timo Brunke beispielsweise, ein deutscher Wortakrobat und Poetry-Slammer „warb mit Verve für Verben“ bei Lehrern und Deutschlernern und kitzelte auch den schüchternsten Workshop-Teilnehmern in seinem Programm „10 Minuten Dings“ ein kleines Konsonantengedicht heraus. In Weimar (alle 5 Klassenräume sind nach deutschen Städten benannt) begeisterte in der Zwischenzeit Nicolas Journoud als Comiczeichner und Karikaturist mit seinem Karikaturen-Workshop ein buntes Publikum. Für die ganz kleinen Gäste war auch etwas dabei. Ute Krause las gleich zweimal aus ihren Kinderbüchern vor und tauchte mit den vielen gebannt lauschenden Kindern in die Fantasiewelten von Oskar und dem sehr hungrigen Drachen ab. Richard Künzel, ein ehemaliger Institutsleiter des Goethe Instituts in Almaty präsentierte währenddessen gemeinsam mit dem bekannten kasachischen Dichter Iran-Gaiyp sein Projekt „Kasachisch-deutsche Lyrik“.
Abends wurde es dann offiziell. Um 18 Uhr traf der deutsche Botschafter Dr. Guido Herz ein und zerschnitt nach kurzen Grußworten gemeinsam mit Dudar Zhakenov, der als Vertreter des kasachischen Außenministeriums mitfeierte, Johannes Ebert, dem Generalsekretär des Goethe-Instituts und Barbara Fraenkel-Thonet, das goethe-grüne Band und eröffnete damit das neue Institut zum Gesang der Studenten der Kasachischen Nationalen Zhurgenov-Kunstakademie. Das Theater-Ensemble ARTiShock rundete den emotionalen Höhepunkt mit seiner Performance ab und Sekt und Tränen der Rührung flossen gleichermaßen beim anschließenden Empfang.
Doch auch das sollte noch nicht das Ende der Feierlichkeiten sein. Am ersten Frühlingstag, dem 01.03. ging es direkt weiter und das bayerische Ensemble „Zapf & Zapf’nstreich“ spielte zum Tourneeauftakt durch Zentralasien auf. Gemeinsam mit den Studenten des Kasachischen Nationalen Kurmangazy Konservatoriums gaben sie den alten Liedern von Abai eine ganz neue Note und ergänzten auch ihre eigenen Stücke um Dombraklänge zur Bassklarinette. „Ich kann mich nicht erinnern, in den letzten Jahren musikalisch so mitgerissen worden zu sein wie bei diesem Konzert.“, bedankte sich anschließend einer der knapp 400 Besucher beim Goethe-Institut.
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