Theater

Lilith's Return

© 3sat
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Niels Negendank hat sich das Stück "Lilith's Return" mit dem Theater Rambazamba angesehen: Im Berliner Radialsystem herrschte großes Interesse für ein Projekt des Musiktheaters Berlin-Beirut. Knetfiguren im Weg der Zuschauer verweisen auf den Lehm, mit dem Gott die erste Frau erschuf. Denn darum geht es: um den Lilith-Mythos. Lilith ist unangepasst.

Sie entflieht dem Paradies und kämpft um ihre Selbstbehauptung.
In "Lilith's Return" spielen Schauspielerinnen des Theaters Rambazamba mit Down-Syndrom einen Gott, eine schwarze und eine weiße Lilith.

Theater
"Lilith's Return"
von Joumana Haddad
Regie: Frank Krug
Radialsystem, Berlin
06.02.2011


"Sie können alles - und eigentlich schöner als ein normaler Schauspieler", sagt Angela Winkler, die Mutter der "schwarzen Lilith". Auch wenn man den schwierigen Text nicht immer versteht, so wirkt doch die Poesie. Die Dopplung von weiblicher Selbstbestimmung und sogenannter Behinderung wirkt nicht überfrachtet oder peinlich.

Die Tatsache, dass Menschen mit Down-Syndrom Lilith's Rückkehr ins Paradies spielen, verleiht dem Stoff eine starke zusätzliche Ebene. Die Schauspieler erzählen mit großer Körperlichkeit und Strahlkraft nicht nur etwas über den Ursprung der Menschheit, sondern auch über den Ursprung des Theaters. Denn auf der Bühne geht es auch immer um Selbstbehauptung. Wahrgenommen und vielleicht sogar geliebt zu werden, hat für die Schauspieler an diesem Abend auf jeden Fall funktioniert.

"Lilith's Return" ist im Frühsommer 2011 noch in Zürich, Basel und Bern zu sehen.

Mit Freundlicher Genehmigung von 3Sat
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