IM ANGESICHT DER STILLE

IM ANGESICHT DER STILLE

Im Angesicht der Stille © Priority Still/ Lars Skree
Im Angesicht der Stille © Priority Still/ Lars Skree
Samstag, 24. September, um 20:00 Uhr
Dänemark / Indonesien / Finnland / Norwegen / Großbritannien / Frankreich / Deutschland / USA / Niederlande 2015, 103 Min. – Engl. UT
Regie: Joshua Oppenheimer
Kamera: Lars Skree
Schnitt: Niels Pagh Andersen
Musik: Lukisan Malam, E. Sambayon, Seri Banang (traditionell), Mana Tahan (traditionell)
Genre: Dokumentar / Biografie / Geschichte

Auszeichnungen:
Academy Awards, USA 2016: nominiert Oscar bester Dokumentarfilm, Joshua Oppenheimer, Signe Byrge Sørensen
Internationales Filmfestival Berlin 2015: gewinnt Friedensfilmpreis, Joshua Oppenheimer
Internationales Filmfestival Venedig 2014: nominiert Oscar bester Dokumentarfilm, Joshua Oppenheimer, Signe Byrge Sørensen

Mitten in der tropischen Landschaft Indonesiens sitzt eine ältere Frau in ihrem Garten, putzt Gemüse, füttert ihre Hühner und spricht über den Tod ihres Kindes. 1965 wurde ihr ältester Sohn Ramli als angeblicher Kommunist auf grauenvolle Weise umgebracht. Schwer verletzt rettete er sich vor seinem Tod zu ihr, aber am nächsten Morgen vollendeten die Mörder mit Macheten ihr Werk.
Mehr als eine Million Menschen wurden nach dem Militärputsch in Indonesien in monatelangen nächtlichen Massakern getötet. Über die Täter, deren Verbrechen nie gesühnt wurden und die bis heute kein Unrechtsbewusstsein zeigen, drehte Joshua Oppenheimer bereits den Dokumentarfilm "The Act of Killing".

Regie: Joshua Oppenheimer
Der 1974 in Texas geborene Joshua Oppenheimer studierte zuerst in Harvard und später in London Film und Design. Nach einigen Kurzfilmproduktionen, produziert er zwischen 2004 und 2012 eine Reihe von Filmen in Indonesien. Sein erster Kinofilm „The Act of Killing“ porträtierte die Täter der indonesischen Massaker in den 1960ern. Diesem Sujet blieb er weiterhin verbunden, auch „The Look of Silence“ behandelte die Massaker, dieses Mal jedoch aus Sicht der Opfer. Beide Filme wurden für einen Oscar in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ nominiert.

Quelle: www.filmportal.de