Willkommen beim Goethe-Institut in Litauen

Deutsch lernen

Copyright: colourbox.com
Lernen Sie Deutsch mit dem Goethe-Institut. Wir bieten:
Oder lernen Sie Deutsch mit unserem Partner

Building Memory

Internationales Videokunstprojekt Vilnius, Lodz, Dortmund und Tel Aviv, 2009-2010

Videokunstprojekt
11. Dezember 2009 – 14. Februar 2010
Zentrum für Zeitgenössische Kunst, Vokieciu g. 2, Vilnius
Eröffnung 11. Dezember 2009 18 Uhr
© Marcel Odenbach„Building Memory“ ist ein vom Goethe-Institut initiiertes internationales Videokunstprojekt zum Thema Erinnerung und Gedächtnis mit neuen Arbeiten der international herausragenden Videokünstler Marcel Odenbach (Deutschland), Yael Bartana (Israel), Deimantas Narkevicius (Litauen) und Miroslaw Balka (Polen).

In der Ausstellung geht es auch um die Architektur der Erinnerung – um Gedenkstätten und Mahnmale, die an historische Ereignisse erinnern, aber auch um Architekturen als Symbole für Erinnerung und Geschichte – eben als lieux de mémoire (Pierre Nora).

Deimantas Narkevicius wird einen Film über die Berliner Mauer machen, der aus Filmszenen aus Filmen ehemals sozialistischer Staaten besteht (aus dem Archiv des British Film Institute). Er wird so einen – für uns recht ungewöhnlichen – Blick von der anderen Seite des Eisernen Vorhangs auf eben jenen ,Sozialistischen Schutzwall‘ ermöglichen.

Yael Bartana realisierte eine ,Re-Kolonisierung‘ ehemals jüdisch bewohnter Stadtteile in Warschau und schließt damit an ihren sehr überzeugenden Film Mary Koszmary von 2007 an.

Marcel Odenbach hat einen Film über das Mahnmal von Majdanek gedreht und reflektiert über dessen architektonische und architektur-historische Formensprache.

Miroslaw Balka schließlich arbeitet in seinem Beitrag mit ,found footage‘ eines Fernsehberichtes über den Besuch von Papst Benedikt XVI. in Auschwitz.

Im Kreise drehen

Marcel Odenbachs Arbeit „Im Kreise drehen“ (2009) wurde auf der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Majdanek bei Lublin im Juni 2009 realisiert. Das dortige, fast futuristisch anmutende Mausoleum-Mahnmal aus der sozialistischen Periode Polens ist eine überdimensionale, runde, mit Asche der Opfer gefüllten runden Betonschale, die in einer endlosen Kamerafahrt archäologisch-minutiös in ihrer baulichen, künstlerischen, architekturhistorischen Struktur erforscht wird, um die darin eingeschriebenen Inhalte zu versinnbildlichen. Während der Umkreisung bohrt sich die Kamera quasi von Außen immer tiefer in das Gebäude ein. Das Video kehrt wie das Mahnmal selbst das Innere nach Aussen. Die Dreharbeiten in Majdanek mit Marcel Odenbach wurden vom Muzeum Sztuki Lodz unterstützt. Der Film ist eine Produktion des Goethe-Instituts Warschau.

Tower and Stockade Operation

Yael Bartanas „Tower and Stockade Operation“ (2009), ist ein Film, der den Traum der Rückkehr der aus Polen vertriebenen und von den Nazis ausgelöschten Juden inszeniert, indem er den Prozess der Errichtung eines Kibbutzes nach re-inszeniert, originalgetreu wie vor 70 Jahren, gebaut im Juni 2009 für eine Woche auf dem Platz des ehem. Warschauer Ghettos. Unterstützt wurden die Dreharbeiten vom Museum für Moderne Kunst in Warschau, dem Museum für die Geschichte der polnischen Juden in Warschau, sowie dem Goethe-Institut.

Into the Unknown

Deimantas Narkevicius, „Into the Unknown“ (2009), ist ein Film über die Berliner Mauer, der aus Ausschnitten aus Filmen ehemals sozialistischer Staaten besteht (aus dem Archiv des British Film Institute) und der einen Blick von der anderen Seite des Eisernen Vorhangs auf die Berliner Mauer ermöglicht. Eine Koproduktion mit dem BFI London und dem Hartware Medienkunstverein Dortmund, mit Unterstützung der Kunststiftung NRW.

Audi HBE F114

Miroslaw Balka „Audi HBE F114“ (2008), eine auf ,found footage‘ basierende, 20 Aufnahmen-Diaschau, die einen Fernsehbericht über den Besuch von Papst Benedikt XVI. in Auschwitz behandelt, wo der deutsche Papst unsichtbar in einer kugelsicheren, von Sicherheitsagenten flankierten Luxuslimousine sich in dem Konzentrationslager als realem und symbolischem Raum fortbewegt.

Download SymbolBiografien der beteiligten KünstlerInnen (doc, 29 KB)

Ausstellungsstationen

Die Arbeiten werden erstmals zusammen im Zentrum für Zeitgenössische Kunst in Vilnius gezeigt. Weitere Stationen sind das Muzeum Sztuki in Lodz (März/April 2010), Dortmunder U im Rahmen von Ruhr 2010 (Mai/Juli) und zum Abschluss im Herzliya Museum Tel Aviv (September 2010).

Kooperationspartner Gesamtprojekt

Contemporary Art Center (CAC), Vilnius (Litauen), Simon Rees
Herzliya Museum (Israel), Diana Shoef
British Film Institute London (Großbritannien); Elisabetta Fabrizi
Muzeum Sztuki, Lodz (Polen), Jaroslaw Suchan, Maria Morzuch
Hartware MedienKunstVerein, Dortmund (Deutschland), Inke Arns
Koordination: Goethe-Institut Warschau, Martin Wälde

    Kontakt

    Goethe-Institut
    Gedimino pr. 5
    01103 Vilnius, Litauen
    Tel: + 370 5 2314433
    Fax: + 370 5 2314432
    Mail Symbolinfo@vilnius.goethe.org
    Anfahrt

    Stellenangebot

    Projektleitung "Neukonzeption Informations- & Bibliotheksarbeit des Goethe-Instituts in den baltischen Ländern" zum 01.08.2012
    Bewerben Sie sich bis zum 04.06.2012

    Wir sind bei Facebook

    Werde Fan vom Goethe-Institut Litauen!

    Newsletter

    Informationen über alles Wissenswerte rund um das Programm des Goethe-Instituts in Litauen