Gertrud Leutenegger

 Gertrud Leutenegger: Kohe pärast Gotthardi tuleb Milano toomkirik © Kultuurileht Gertrud Leutenegger: Kohe pärast Gotthardi tuleb Milano toomkirik © KultuurilehtLeutenegger, Gertrud
Kohe pärast Gotthardi tuleb Milano toomkirik
Übersetzung: Krista Räni
Tallinn: Kultuurileht, 2008
ISBN 9949428394
Originaltitel: Gleich nach dem Gotthard kommt der Mailänder Dom
© Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 2004

Ein von Brandwunden entstelltes Mädchen namens Loredana stirbt in einer römischen Pension unweit der Stazione Termini; ein Kind erwacht mitten in der Nacht, und draußen wütet der Sturm; ein Gartentor und ein weißer Ball wecken Gedanken an den Schulweg von früher und an die Eltern, die nicht mehr leben; in Japan erfährt eine Frau das Glück des Reisens, »Momente vollkommenen Unterwegsseins«; dem portugiesischen Wirt des »Krokodil« fällt eine junge, eigenartig gekleidete Frau auf; ein erzählendes Ich erinnert sich an das bewegte Jahr 1967, an ein Leseerlebnis mit Robert Walser, an Jimi Hendrix, Moshe Dayan und Che Guevara. In elf Prosastücken erzählt Gertrud Leutenegger von elf einfachen und doch unerhörten Situationen, die sie sprachlich verdichtet – auf ein Ereignis hin, auf einen Augenblick, in dem plötzlich alles näherrückt und eine neue – bisher nicht gesehene – Bedeutung erhält. Gleich nach dem Gotthard kommt der Mailänder Dom ist ein Buch, das wie Gertrud Leuteneggers Roman Pomona »Leben in sich aufgenommen hat und hinausführt ins Leben« (Urs Burgmann).