Thomas Hettche „Die Liebe der Väter“
Dienstag, 07.05.2013 / 18:30 Uhr
Goethe-Institut Riga, Torna iela 1 (Eingang Klostera iela)
Veranstaltungssprache: Deutsch und Lettisch

Unter meinen Schuhen knirscht der Sand. Die Kinderfrage, der ich nie mehr entkommen werde. Ich gehe zu ihr und suche ihren Blick. „Du weißt es doch. Wir haben uns nicht mehr Verstanden.“
„Und dann geht man einfach weg, ja? Einfach so? Weil man sich nicht mehr versteht?“
„Nicht einfach.“
Peter hat eine Tochter, aber das Sorgerecht für sie hat er nicht. Annika war zwei, als er und ihre Mutter sich trennten. Seitdem gerät jede elterliche Absprache zum Machtkampf um die inzwischen dreizehnjährige Annika. Ein Silvesterurlaub auf Sylt wird für Vater und Tochter zur entscheidenden Probe auf ihre Liebe.
Dieser Roman über die Schwierigkeit, heute Vater zu sein, ist Thomas Hettches persönlichstes Buch. Meisterhaft gelingt es ihm, die Atmosphäre des winterlichen Sylt mit einem Familiendrama zu verbinden, in dem es um die eigene Vergangenheit geht, die persönliche Integrität und eine gemeinsame Zukunft.
Thomas Hettche, geboren 1964 in Treis am Rande des Vogelsbergs, studierte Germanistik, Philosophie und Filmwissenschaft in Frankfurt/Main. Er lebt in Berlin und der Schweiz. Sein erster Roman „Ludwig muß sterben“ erschien 1989. Es folgten „NOX“ und „Inkubation“ und die Essaybände „Animationen“ und „Fahrtenbuch 1993-2007“. Der Kriminalroman „Der Fall Arbogast“ (2001) wurde in zehn Sprachen übersetzt. Der Roman „Liebe der Väter“ erschien bei Kiepenheuer & Witsch 2010 und ist bereits in estnischer Sprache übersetzt. Zuletzt erschien von Thomas Hettche "Totenberg" (2012), eine intellektuelle Autobiographie in Gesprächen.











