13. Deutsche Filmwoche

Auf Wiedersehen, Franziska!

© Goethe-Institut Regie: Helmut Käutner
Deutschland 1941
s/w, 93 Min., DVD




Der Sensations-Reporter Michael bereist die Welt, während seine Frau zu Hause treu auf ihn wartet. Als er sich dann doch entschließt, bei Frau und Kind zu bleiben, erhält er seine Einberufung zu einer Propagandakompanie an die Front.

Auf Wiedersehen, Franziska! ist Käutners Tribut an die Gegenwart von 1941, einer Zeit mitten im Zweiten Weltkrieg. Käutner musste nachträglich auf ausdrücklichen „Wunsch“ des Propagandaministeriums eine Szene einfügen. In dieser sollte deutlich werden, dass sich Michael darüber bewusst ist, seinem Vaterland dienen zu müssen und dass er sein Leben bis dahin nicht im Sinne seines Führers gelebt hat. Als deutscher Mann müsse er nun seine Pflicht für sein Vaterland erfüllen und für seinen Führer in den Krieg ziehen. Käutner befolgte diese Auflage und fügte die erwünschte Szene ein. Er versah diese jedoch mit einer Auf- und Abblende, sodass diese jederzeit erkennbar und auch entfernbar war.


Weitere Filminfos
Regie Helmut Käutner
Drehbuch Helmut Käutner, Curt J. Braun
Hauptdarsteller Marianne Hoppe, Hans Söhnker, Fritz Odemar, Rudolf Fernau
Kamera Jan Roth
Produzent Hans Tost
Produktionsfirma Terra-Filmkunst GmbH
Premiere 1941
Auszeichnungen k. A.

Helmut Käutner (1908 – 1980)

war ein deutscher Regisseur und Schauspieler. Er war einer der einflussreichsten Filmregisseure des deutschen Kinos und feierte später auch mit Hörspielen zahlreiche Erfolge. Nach seinem Studium in München arbeitete er als Schauspieler und schrieb Feuilletons und Kritiken. Ab 1936 arbeitete er als Schauspieler und Regisseur in Leipzig. Zudem erlang er ab 1938 durch seine Drehbücher Aufmerksamkeit. Käutner gehörte nicht zum Widerstand, konnte während der Nazizeit jedoch in gewisser Weise unabhängig arbeiten. Nach dem Zweiten Weltkrieg drehte er zunächst weniger erfolgreiche Filme, ab 1954 reüssierte er jedoch mit erfolgreichen Filmen wie Die letzte Brücke (1954), Der Hauptmann von Köpenick (1958) oder Ein Fremder in meinen Armen (1959). Es folgten nach zahlreichen Kinofilmen Fernsehproduktionen und gelegentliche Schauspielertätigkeiten. Zudem engagierte er sich vermehrt auch als Regisseur am Theater.

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