13. Deutsche Filmwoche

Das kalte Herz

© Goethe-Institut Regie: Paul Verhoeven
DDR 1950
Farbe, 105 Min., DVD



Hauptfigur ist der junge Köhler Peter Munk, der bei seiner Mutter im Schwarzwald wohnt und davon träumt, in die „bessere Gesellschaft“ aufzusteigen. Um dieses Ziel zu erreichen, begibt er sich zuerst zum Glasmännlein, das ihm Verstand zu vermitteln versucht, damit aber scheitert. Peters nächster „Verhandlungspartner“ ist der Holländer-Michel, der ihm den Tausch des echten gegen ein steinernes Herz vorschlägt – als Voraussetzung und Preis für die ökonomische und gesellschaftliche Karriere. Das kalte Herz führt einen moralischen Diskurs über den Gegensatz zwischen der Lauterkeit des tätigen, wenn auch ärmlichen Menschen und dem tödlichen Eishauch einer Gesellschaft, in der das Geld zum Maß aller Dinge geworden ist. Der Holländer-Michel bringt dem Helden zwar Reichtum, aber kein Glück…


Weitere Filminfos
Regie Paul Verhoeven
Drehbuch Paul Verhoeven, Wolff von Gordon
Hauptdarsteller Lutz Moik, Hanna Rucker, Paul Bildt
Kamera Bruno Mordi
Produzent k. A.
Produktionsfirma DEFA Deutsche Film- und Aktiengesellschaft
Premiere 1950
Auszeichnungen Internationales Filmfestival Karlovy Vary: Bester Farbfilm (1951)

Paul Verhoeven (1901 – 1975)

war ein deutscher Schauspieler, Regisseur, Theaterdirektor und Autor. Er ist der Vater des Filmregisseurs Michael Verhoeven und der Schauspielerin Lis Verhoeven, der Schwiegervater der Schauspieler Mario Adorf und Senta Berger und Großvater der Schauspieler Stella Maria Adorf, Luca Verhoeven und Simon Verhoeven. Aus der Beziehung mit der Schauspielerin Edith Schultze-Westrum entstammt der Sohn Thomas Schultze-Westrum, der Zoologe und Tierfilmer ist. 1935 schrieb er – zusammen mit Toni Impekoven – das Libretto zu dem musikalischen Lustspiel Das kleine Hofkonzert von Edmund Nick. Von 1945 bis 1948 war er Intendant am Bayerischen Staatsschauspiel. Paul Verhoeven starb während der Gedenkfeier für die kurz zuvor verstorbene Schauspielerin Therese Giehse an Herzversagen. Er saß an einem Tisch auf der Bühne der Münchner Kammerspiele und hatte gerade die ersten Sätze ihres Nachrufs gesprochen, als er plötzlich tot zusammenbrach.

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