Film

Nachrichten aus der ideologischen Antike von Alexander Kluge

Film
23. April 2013, 19:00 Uhr; 29. April - 3. Mai 2013 (tbc)
People's Cinema, Manners Street, Wellington
Eintritt: frei
Copyright: Suhrkamp/Insel
Copyright: Suhrkamp/Insel
»Der Entschluß steht fest, das KAPITAL nach dem Szenarium von Karl Marx zu verfilmen«, notierte Sergej Eisenstein am 12. Oktober 1927. Eisenstein, der mit Panzerkreuzer Potemkin (1926) die Filmsprache revolutionierte, wollte Marx’ Buch »kinofizieren«. Die Herausforderung, die von einem solchen Werk ausgeht, so glaubte Eisenstein, würde die Filmkunst von Grund auf umrücken. Ihm schwebte die Anwendung völlig neuer, von James Joyce’ Ulysses abgeleiteter Formen vor: »faits divers«, »emotionale Konvolute« und Reihen »dialektischer Bilder«.

80 Jahre später kommentiert Alexander Kluge Eisensteins monumentalen Plan. Auf drei DVDs sammelt er filmische Miniaturen zu Marx’ Theorie, die uns so nah und so fern ist wie die Antike. Gespräche mit Peter Sloterdijk, Dietmar Dath, Oskar Negt, Boris Groys, Rainer Stollmann und anderen montieren ganz unterschiedliche Perspektiven auf Das Kapital.
Copyright: Suhrkamp/Insel

Das Goethe-Institut und Political Organisation Aotearoa werden eine Auswahl aus Nachrichten aus der ideologischen Antike - Marx - Eisenstein - Das Kapital am 23. April im People's Cinema, Manners Street, zeigen. Der ganze Film wird in fünf circa zweistündigen Teilen vom 29. April bis zum 3. Mai um die Mittagszeit gezeigt.

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