
20 Jahre, 20 Filme – aufwühlend und abwechslungsreich und gleichzeitig Zeugen dieses geschichtsträchtigen Wandels.
2009 jährte sich der Fall der Berliner Mauer zum 20. Mal. Die Wiedervereinigung hat „zusammengebracht, was zusammengehört“ und vielen Menschen völlig neue Chancen eröffnet. Doch zugleich waren mit den Grenzen auch Sicherheiten verschwunden und das Leben vieler Menschen nahm eine unvorhergesehene neue Wendung.
Der 20. Geburtstag des historischen Ereignisses der „deutschen Revolution von 1989“ war eine beispiellose Gelegenheit, dem neuseeländischen Publikum – 19.000 Kilometer entfernt von Mauer und Mauerfall – einen Einblick in die Veränderungsprozesse der letzten 20 Jahre zu geben. Kein anderes Medium ist im Land von „Herr der Ringe“ dafür so geeignet wie der Film.
Die Wiedervereinigung im deutschen Film
Die Wiedervereinigung war für den deutschen Film zweifellos ein Glücksfall. Als schier unerschöpflicher Steinbruch von Geschichten, Anekdoten und gewendeten Lebensläufen liefert sie heute Stoff für zahllose Erzählungen. Filme wie „Goodbye, Lenin!“ und „Das Leben der Anderen“ erzählten von der so nahen und doch so fernen Welt jenseits der Mauer und wurden zu beispiellosen Kassenerfolgen – weltweit. Andere Filme folgen ihren Protagonisten – oft einfachen Menschen – auf den für sie neuen und fremden Wegen im vereinten Deutschland.
Keine andere Stadt steht so sehr für die Teilung Deutschlands wie die Mauermetropole Berlin, keine andere Stadt wurde durch die Wiedervereinigung so unmittelbar geprägt.„Focus Berlin“ ist daher einer der Schwerpunkte des Festivals. Hier wird die quirlige deutsche Hauptstadt mit all ihren Facetten dargestellt. Ein wohlausgewogener Mix aus Spielfilmen und Dokumentationen malt ein vielschichtiges Bild von der neuen deutschen Hauptstadt.
Die Ereignisse des November 1989 haben das Leben von Millionen von Menschen von einem Tag auf den anderen schlagartig verändert. Die beispiellose historische Zäsur zeigt sich augenfällig im Alltag der einfachen Menschen dies- und jenseits der ehemaligen Mauer. Die Themenreihe „Lebenswege“ präsentiert Filme, die auf eindrucksvolle Weise, mal drastisch mal humorvoll Geschichten aus einem veränderten Land erzählen., einem Land in dem mit einem Mal nichts mehr ist wie es war.