DOK Leipzig das 53. Mal


Vom 18. bis zum 24. Oktober 2010 fand das 53. Internationale Leipziger Festival, die DOK Leipzig, statt. Es ist das größte deutsche Festival für Dokumentar- und Animationsfilme und auch auf internationaler Ebene sehr bedeutend.
In seiner Tradition steht das Leipziger Festival für Filme, die sich für den Frieden und die Würde des Menschen einsetzen. Aufgrund der ereignisreichen Geschichte des Festivals wird besonders die Bedeutung des freien Geistes, des freien Wortes und das bewusst gesetzte Bild betont. Hohe künstlerische Qualität, erzählerische Klasse, kritischer Blick, feine Beobachtung, historische Spurensuche und die Erforschung des „Gedächtnisses der Bilder“ machen die Vielfalt und den Charakter des Leipziger Festivals aus.
Ein wichtiger Teil des Festivals ist der künstlerische Animationsfilm, der seit 1995 mit einem eigenständigen Wettbewerb vertreten wird. Als Zwei-Sparten-Festival ist Leipzig in seiner Art einzigartig.
Gegründet wurde das Festival 1955 vom Club der Filmschaffenden der DDR als „Gesamtdeutsche Leipziger Woche für Kultur- und Dokumentarfilm“ und stellte damit das erste unabhängige Filmfestival der DDR dar. In Zeiten des Kalten Krieges war das Festival der einzige Ort der Begegnung und des Austauschs von Filmemachern aus Ost und West. Nach dem Fall der Mauer wurde die DOK Leipzig auch weltweit populär – einen nicht geringen Anteil dieser Beliebtheit stellt das qualitative Programm des Festivals dar.
Seit 2004 wird das Festival um eine internationale Austausch- und Kommunikationsplattform unter dem Titel „DOK Industry“ ergänzt. Dabei werden Filmemacher und Produzenten untereinander und mit internationalen Experten vernetzt, neue Filmideen finanziert, Co-Produktionen eingefädelt und fertige Filme den Festivalprogrammierern, Verleihern, Vertrieben und Fernseheinkäufern vorgestellt.
Das diesjährige Festival setzte seinen programmatischen Schwerpunkt vor allem bei politischen Filmen. Viele aktuelle Konflikte spiegeln sich in den Wettbewerbsbeiträgen wieder. Dies zeigte sich auch bei der diesjährigen Sonderreihe zur Kaukasus-Region: Eine vor allem im Deutschland wenig beachte Region am Rande des europäischen Kulturraumes.
Zusätzlich vergab die 2009 gegründete Stiftung Friedliche Revolution einen eigenen Sonderpreis, mit dem Filme, die bürgerschaftliches Engagement und Wahrung der Menschenrechte in den Vordergrund stellen, gewürdigt werden. Der Preis ging an die Neuseeländerin Briar March für ihren Film „There Once Was An Island: Te Henua e Nnoho“.
Insgesamt nahm die Festivalleitung 346 Filme aus 58 Ländern mit ins Programm – davon sieben aus Deutschlands Nachbarland Polen (Polnische Filme auf dem 53. DOK Leipzig Filmfestival). Für eine Woche wurde so Leipzig zum Zentrum der weltweiten Dokumentarfilmkunst.
Das Filmprogramm des DOK Festivals besteht aus:
Internationale Wettbewerbe Dokumentarfilm und AnimationsfilmDeutscher Wettbewerb Dokumentarfilm
Internationaler Nachwuchswettbewerb Dokumentarfilm
Informations- und Sonderprogramm
Retrospektive
Oktober 2010










