The Knot

The Knot - Eine mobile Plattform verbindet das Reale mit dem Imaginären

The Knot ist eine mobile Plattform für künstlerische Präsentation und Produktion, die 2010 nach Berlin, Warschau und Bukarest reist. In jeder der drei Städte besetzt sie für einige Wochen Bereiche im öffentlichen Raum und bietet sich als freier Begegnungs-, Austausch- und Experimentierraum an.


Link SymbolThe Knot: Programm in Berlin, Warschau und Bukarest

Link SymbolVideo: The Knot in Warschau

Blog: Link Symbolwww.knotland.net

Kernstück des Projekts ist eine speziell dafür entwickelte Konstruktion, die sich an verschiedene urbane Situationen anpasst und sich leicht erweitern und transportieren lässt. Die Konstruktion wurde vom Architekturbüro raumlabor Berlin konzipiert. Abgestimmt auf die programmatischen Bedürfnisse des Projekts erfüllt sie verschiedene Funktionen: sie ist Werkstatt, Küche, Café, Labor, Klassenzimmer, Bühne, Studentenwohnheim, Disco, Ausstellungsraum und Archiv in einem.

THE KNOT „The Knot“ taucht unerwartet in der Stadt auf und fordert zur sozialen Interaktion auf. Dabei geht es weniger darum, einen Raum zur Verfügung zu stellen, als Raum umzugestalten – zu zeigen, wie öffentlicher Raum genutzt und gleichzeitig neu geschaffen werden kann. Die Teilnehmer, die von den Kuratoren eingeladen werden, um „The Knot“ zu aktivieren, bringen nicht nur ihre fachlichen Fertigkeiten ein, sondern tragen auch durch ihre physische Präsenz, ihre Sehnsüchte und ihren kreativen Willen zur Belebung von „The Knot“bei. Als vorübergehende Mitglieder einer ständig wechselnden und nomadischen Gruppe sind sie Gastgeber und Gäste zugleich.

Die Schnittstelle zwischen Realem und Imaginärem ist für „The Knot“ der Ausgangspunkt einer gründlichen Untersuchung der Beziehungen zwischen dem Individuum, der Gruppe und dem Ort der Interaktion. Das Projekt nimmt Bezug auf den zunehmend normativen Charakter der Beziehungen in den heutigen Gesellschaften. „The Knot“ möchte alternative Verhaltensweisen in der Stadt aufzeigen, die auf Kooperation und Selbstbestimmung basieren. Dabei geht es auch um die Frage, was von den kollektiven Idealen übrig geblieben ist oder wie man die derzeitigen harten wirtschaftlichen Wettbewerbsbedingungen sowie die Neigung zu nationaler oder ethnischer Isolation überwinden kann. Temporäre Gemeinschaften sollen dazu beitragen, eine andere Vorstellung von einer „promised city“ zu schaffen – jenseits der kapitalistischen Vision.

THE KNOT Das Projekt schöpft seine Inspiration aus den Städten Berlin, Warschau und Bukarest. Es verweist auf sie, nimmt aber immer auch Bezug auf andere Städte, aus denen die Teilnehmer stammen oder in denen sie wohnen. Persönliche und institutionelle Partnerschaften verwandeln „The Knot“ an jedem dieser Orte in einen lebendigen Organismus, der in das Leben der Stadt eingebunden ist. Gleichzeitig ist „The Knot“ etwas, über das man stolpert, das die alltäglichen Abläufe und Rituale unterbricht. Es provoziert als unabhängiger Raum für Experimente und bereichert die Öffentlichkeit mit jedem Objekt, jeder Performance, Installation, Aktion, Vorstellung, Party, Diskussion, jedem Meeting, Workshop, Dinner oder anderweitigen Aktivität, die in und um „The Knot“ herum stattfinden.

„The Knot“ wird aufgrund seines flexiblen Programms und seines innovativen Erscheinungsbildes zu einem Wahrzeichen der Stadt von heute und ist gleichzeitig Bezugspunkt innerhalb einer größeren Diskussion über die urbanen Netzwerke von morgen.

Residents: Roman Dziadkiewicz, Pola Dwurnik, h.arta, Katharina Koch, Heimo Lattner, Kai Schiemenz, TAG, Michelle Teran.

Autoren des Projkets sind: Markus Bader (raumlabor Berlin), Oliver Baurhenn, (DISK/CTM), Jakub Szreder (Warszawa), Raluca Voinea (E-cart.ro)

Veranstalter: Goethe-Institut, Polnisches Institut, Raumlabor Berlin und Asociatia E-cart.ro.

Gefördert von: Europäische Kommission "Programm Kultur 2007-2013", Hauptstadtkulturfonds Berlin, Rumänisches Institut Kultur in Berlini und Warschau, Neuer Berliner Kunstverein, Goethe-Institut in Bukarest, Polnisches Institut in Bukarest, Österreichisches Kulturforum

Partner: Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Fundacja Bęc Zmiana, Skulpturenpark Berlin/ KUNSTrePublik e.V., DISK e.V.; CTM.
Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.
Links zum Thema