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Triptychon der Labyrinthe

Interaktive Arbeiten eröffnen das Jahr im Zeichen von SPIELTRIEB!

SPIELTRIEB! Vernissage
6.03.2014, 18.00 Uhr
Goethe-Institut, Rynek Główny 20, Krakau
Eintritt frei
In Krakau fällt der Startschuss für das internationale Projekt SPIELTRIEB!, das sich dem Thema Spiel in seiner ganzen Vielfalt widmet. Ein Jahr lang werden in Südpolen spielerische Ausstellungen, Festivals, Konzerte und viele weitere Veranstaltungen stattfinden. Das Goethe-Institut Krakau eröffnet SPIELTRIEB! mit einer Ausstellung dreier interaktiver Arbeiten, die auf höchst unterschiedliche Weise mit verwinkelten Wegen spielen. An der Ausstellung beteiligen sich mit ihren Werken das Kölner Duo //////////fur////, der amerikanische Labyrinth-Künstler Michael McGinnis und der Berliner Tech-Art Künstler Niklas Roy.

AMAZING - //////////fur////

„AMAZING“ ist ein stimmgesteuertes Labyrinth für zwei Spieler. Nur durch die Veränderung der Tonhöhe können die Spieler die Spielfläche entlang der Längs- und Querachse kippen und so die Kugel durch den Parcours manövrieren. Das Labyrinth ist nur zu beherrschen, wenn beide Sänger zusammenarbeiten und gemeinsam die richtigen Töne anschlagen.

Foto: Michał Łepecki

Superplexus Interlace – Michael McGinnis

Der kalifornische Künstler Michael McGinnis entwirft seit den 70er Jahren komplexe Kugellabyrinthe. Aus den zunächst zweidimensionalen Knobelspielen wurde eine Reihe dreidimensionaler, kinetischer Skulpturen. Es erfordert ein Höchstmaß an Geduld, räumlicher Vorstellungskraft und Fingerspitzengefühl, um die Kugel über die verwinkelten Bahnen innerhalb des frei beweglichen Plexiglasglobus‘ zu lenken. Ungeübte Spieler erinnert ein Superplexus schnell an die unmöglichen Räume M.C. Eschers, doch der Superplexus folgt physikalischen Grundsätzen und ist prinzipiell lösbar.

Foto: Michał Łepecki

Suck the Balls!– Niklas Roy

„Suck the Balls“ ist ein Spiel, das man nicht gewinnen kann. Diese raumgreifende, begehbare Installation wurde von Niklas Roy – dem „Erfinder nutzloser Dinge“ – eigens für das Treppenhaus des Goethe-Instituts Krakau im Potocki Palais entwickelt. Als moderner Sisyphos kämpft der Besucher gegen ein Bällebad an. Durch Unterdruck angesaugt verschwinden die Bälle nur für kurze Zeit im 60 Meter langen Röhrensystem, das sich als Gewirr über dem Spieler erstreckt, um sich daraufhin wieder in das begehbare Reservoire zu ergießen.

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