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Klanginstallation
SONIC MEMORY

konzipiert von hans w. koch,
realisiert von hans w. koch & Łukasz Furman

SPIELTRIEB!
Klanginstallation
14.11. - 23.11.2014; Eröffnung in Anwesenheit der Künstler:
14.11., 18.00 Uhr
Goethe-Institut, Rynek Główny 20, Krakau
SONIC MEMORY überträgt das Prinzip des Memory Spiels, bei dem Paare von Karten mit gleichartigen Motiven gefunden werden müssen, auf das Gebiet des Hörens. Anstelle von Karten gibt es hier 16 Felder, die betreten werden können. Immer zwei Feldern ist derselbe Klang zugeordnet, der ertönt, wenn man ein Feld betritt. Das Ziel des Spieles ist, nacheinander alle zusammengehörigen Felder "mit den Ohren" herauszufinden. Der Spielstand wird optisch auf einem Computerdisplay sichtbar gemacht. Das Spiel kann sowohl von einer Person allein als auch von zwei Personen gespielt werden. Ausserdem kann man vor Beginn verschiedene Schwierigkeitsgrade einstellen, von einfachen tierlauten bis zu komplexen Klängen. Hat ein Spieler alle Paare herausgehört, ertönt eine "Klangbelohnung", wenn er zu lange braucht, erklingt ein "verloren!" Klang und die Zuordnung der Klänge zu den Feldern wird neu berechnet. Wichtig ist, dass man das Spiel ernsthaft nach den Regeln spielen kann, aber auch einfach dazu benutzen, um durch Bewegung auf den Feldern einen Klangmix zu erzeugen.

Foto: Andrzej Banaś

 

Auf dem Fussboden ist ein ca. 320cm X 320cm langes Feld von16
(4 X 4) Quadraten markiert, das von 4 Lautsprechern umsäumt ist. Die 4 Lautsprecher an den Ecken des Spielfeldes bilden akustisch die Plazierung der Klänge auf den Feldern ab (Quadrophonie). An der Wand in der Nähe befindet sich ein Computerdisplay und ein Auswahlknopf. Über den Auswahlknopf können zwei Spielmodi angewählt werden: „solo“ oder „paar“ und verschiedene Schwierigkeitsgrade. An der Decke über dem Feld ist ein Sensor angebracht, der mit dem Computer verbunden ist. Startet ein Spieler das Spiel und betritt ein Feld, ertönt der erste Klang. Er muss nun durch betreten eines anderen Feldes herausfinden, welcher Klang sich dahinter verbirgt. Passen die beiden Klänge zusammen, ertönt ein Signal, passen sie nicht zusammen, ertönt ein anderes, ausserdem werden zusammengehörige Felder auf dem Bildschirm markiert. Der Computer ermittelt auch einen "score", das heisst, wie lange man braucht, um zusammengehörige Felder zu finden. Gelingt das erst nach durchprobieren aller Möglichkeiten, wird das nicht als Erfolg gewertet, sondern als Scheitern und die Zuordnung der Felder und Klänge wird neu gemischt.

SONIC MEMORY ist Teil des ganzjährigen Projektes SPIELTRIEB! und findet während des Festivals Audio Art 2014 statt.
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