Siegrid Damm

©Oficyna Naukowa
©Oficyna Naukowa
Christiana i Goethe. Studium
Lizenzverlag: Oficyna Naukowa, 2008
Übersetzer: Krystyna Krzemieniowa
ISBN 978-83-7459-08-08
Oryginaltitel: Christiane und Goethe. Eine Recherche
© Suhrkamp Verlag, 2005

Als die 41jährige Christiane Vulpius und der 57jährige Johann Wolfgang Goethe am 19. Oktober 1806 in der Sakristei der Jakobskirche zu Weimar getraut werden, leben beide schon 18 Jahre lang in freier Liebe zusammen. Christiane hat fünf außereheliche Kinder geboren, von denen allein der erstgeborene Sohn August noch lebt. Goethe hatte ihn 1801 als seinen Sohn legitimiert, nun also wird auch Christiane Goethes Namen tragen, wird "die Geheime Räthin", später die "Frau Staatsministerin" werden. Nach ihrem frühen Tod am 6. Juni 1816 wird Goethe über die achtundzwanzig gemeinsamen Jahre zeitlebens schweigen. Viele Dokumente ihrer Beziehung hatte er ohnehin schon 1797 verbrannt. Die gehässigen Urteile Dritter - die gehässigsten stammen von Goethe-Verehrern - werden das Bild Christianes mehr und mehr verzeichnen; Thomas Mann wird sie "un bel pezzo di carne" nennen, ein schönes Stück Fleisch, "gründlich ungebildet". Sigrid Damm, die sich schon mit ihrer Cornelia Goethe und ihrer Lenz-Biographie, Vögel, die verkünden Land, im unmittelbaren Umkreis von Goethe bewegte und sich dabei, wie auch in ihren beiden autobiographisch bestimmten Romanen Ich bin nicht Ottilie und Diese Einsamkeit ohne Überfluß, als eine Meisterin erzählten und psychologisch gedeuteten Alltags, auch des Alltags der Liebe, erwiesen hatte, geht in ihrem neuen Roman der Frage nach, wer Christiane Vulpius verheiratete Goethe wirklich war und was sie Goethe als Partnerin hat bedeuten können.
(Klappentext)

Links zum Thema

Bücher, über die man spricht

Empfehlungen aus Mittelosteuropa zu neuer deutschsprachiger Belletristik und Sachliteratur: „Bücher, über die man spricht“ stellt zwei Mal im Jahr Neuerscheinungen vor und vermittelt aktuelle Tendenzen.