Deutsche Lesesäle

Seit Beginn der 1990er Jahre ist in einigen Weltregionen eine steigende Nachfrage nach deutschsprachiger Literatur und Informationen aus und über Deutschland zu verzeichnen. Aus diesem Grund entschloss sich das Goethe-Institut, dem Bedarf, der durch die Bibliotheken des eigenen Netzwerks nicht mehr gedeckt werden konnte, in Form von langfristigen Kooperationsstrukturen nachzukommen. Unterstützt durch Partner und Experten in den Gastländern konnte auf diesem Weg ein Netzwerk auf- und ausgebaut werden, das dazu beiträgt, die Reichweite der Informations- und Kulturvermittlung zu erhöhen und darüber hinaus gegenseitige Verständigungsprozesse einzuleiten.

Die Partnerbibliotheken und Lesesäle sind in die bestehenden Bibliothekstrukturen der Gastländer eingebunden. So stellen die „Gastbibliotheken“ geeignete Räumlichkeiten, deutschsprachiges Fachpersonal und bibliotheksspezifische Infrastrukturen zur Verfügung. Das Goethe-Institut sorgt für eine jährliche Grundausstattung an Medien, technische Geräte und die Weiterbildungen des Personals vor Ort.

Derzeit gibt es neben 95 Bibliotheken an Goethe-Instituten 89 Kooperationseinrichtungen:
11 Dialogpunkte, 10 davon in Nordafrika und im Nahen Osten, einer in Südasien.
5 Informations- und Lernzentren, vier davon in China, einer in der Mongolei.
41 Lesesäle, 30 davon in Osteuropa und Zentralasien, zwei in China und 9 in Südosteuropa.
32 Partnerbibliotheken in Mittel- und Osteuropa.

Darüber hinaus werden vor allem in West- und Mitteleuropa, aber auch in Übersee zahlreiche Bibliotheken und Kulturgesellschaften beim Auf- und Ausbau deutschsprachiger Medienbestände beraten und unterstützt. Ziel des Goethe-Instituts ist es dabei immer, weltweit den freien Zugang zur Information zu sichern. Gleichzeitig soll moderne, zukunftsweisende Bibliotheksarbeit erlebbar gemacht werden.