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Mitbewohner – Traum oder Albtraum?

Bildquelle: (CC BY-NC-SA 2.0) pauneu, flickr.comFür das perfekte Wohnen muss man nicht nur eine freie Wohnung zu einem niedrigen Preis in einer schönen Gegend finden. Nein! Ob das tägliche Leben ein Traum oder ein Albtraum ist, hängt auch davon ab, mit wem man zusammenwohnt.

Wie findet man den Traummitbewohner?

Viele junge Menschen, die im Berufsleben stehen oder studieren, sind der Meinung, dass es das Beste ist, sich eine Wohnung mit anderen zu teilen, um die hohen Mietkosten tragen zu können und um nicht allein leben zu müssen.
Wie schön ist es doch zum Beispiel, wenn man nach Hause kommt und jemanden in der Küche antrifft, mit dem man das Abendessen zubereiten kann, oder wenn eure Mitbewohner einen Film anschauen, den ihr mögt, oder wenn ihr mit „Herzlichen Glückwunsch!“ überrascht werdet und eure Mitbewohner heimlich eine Geburtstagsparty für euch organisiert haben … all das hilft zweifelsohne dabei, den Alltag erträglicher zu machen. Aber habt ihr euch schon mal gefragt, wie man die Traummitbewohner überhaupt findet?

Bilquelle: (CC BY-SA 2.0) 13stock, flickr.comAlles fängt mit der Suche nach einem freien Zimmer an. Man durchforstet täglich die bekanntesten Suchmaschinen in Deutschland, wie zum Beispiel wg-gesucht.de, easywg.de, studenten-wg.de, wohngemeinschaft.de, markt.de, und vereinbart entsprechende Termine mit den Vermietern. Danach trifft man sich mit den zukünftigen Mitbewohnern. Wer eine Wohnung mit anderen teilen möchte, muss Folgendes in Erfahrung bringen: Man muss nicht nur überprüfen, ob die Wohnung und das zu vermietende Zimmer groß genug sind, sondern man muss auch herausfinden, ob man mit den Mitbewohnern gut auskommt.

Man muss auf tückische Details achten

Was bedeutet das? Nun, ganz einfach: ob eure Arbeitszeiten oder euer Stundenplan, eure Hobbies und Interessen etwas mit denen der Mitbewohner gemeinsam haben. Wie bei einer Prüfung muss man außerdem auf tückische Details achten, um herauszufinden, wie die Personen wirklich sind, mit denen man möglicherweise zusammenleben wird.
Hier einige Fragen, auf die ihr treffen könntet: Stört es dich, wenn die Küche morgens dreckig ist? Bist du der Meinung, dass man die ganze Wohnung mehr als einmal pro Woche putzen muss? Hörst du gern den ganzen Tag Musik oder benutzt du lieber Kopfhörer? Die richtigen Antworten auf diese Fragen werdet ihr nach dem Gespräch herausfinden.

Bildquelle: (CC BY 2.0) Andreas Bohlender, flickr.comUnd auch wenn diese Fragen mit der Zeit lästig werden, nachdem ihr euch bereits mehr als zehn Wohnungen angesehen habt, so ist dies manchmal doch die beste Möglichkeit, um die Mitbewohner auszusortieren, mit denen das Zusammenleben nicht so gut funktionieren würde.
Natürlich kann man einen Menschen in einem zweistündigen Gespräch mit Fragen, wie ich sie euch genannt habe, nicht von allen Seiten kennenlernen. Aber man kann wesentliche Kleinigkeiten herausfinden, die hilfreich sein können, um das Zusammenleben zu erleichtern.
Für viele lohnt es sich, den Alltag mit Menschen zu teilen, die man zwar nicht kennt, aber die ähnliche Vorlieben und Interessen haben. Auch wenn kleine Probleme auftreten, wie zum Beispiel: einen Zeitplan aufstellen, damit alle zusammen putzen und aufräumen, die vorgeschriebene Lautstärke im Haus nicht überschreiten etc. Auf jeden Fall ist das besser als die Alternativen: bei den Eltern wohnen oder ein Zimmer in einem Wohnheim mieten. Obwohl auch diese Optionen für einige ihren Reiz haben.
María Gracia Centeno Grunauer,
wurde in Guayaquil, Ecuador geboren und besuchte die dortige Deutsche Schule. Die Bloggerin hat einen Bachelor in Kommunikationswissenschaften an der WWU Münster, sowie einen Master in Unternehmenskommunikation an der Universidad Complutense de Madrid absolviert. Seither arbeitet María Gracia auch als freie Journalistin für das Projekt Todo Alemán. 2011 ging sie dann wieder nach Deutschland, um einen weiteren Masterstudiengang, diesmal in Internationale Medien, an der Deutschen Welle Akademie Bonn zu beginnen.

Copyright: rumbo @lemania
April 2013

Bei diesem Text handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Spanischen
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