Studieren

Campus Office - Arbeitsrecht auch im Nebenjob

© DGB Campus Office Kassel Ein Studium kann ganz schön teuer werden: eine eigene Wohnung, Semesterbeiträge, ein voller Kühlschrank und was man sonst noch so zum Leben braucht.
Einige Studenten haben das Glück, dass sie finanziell von ihren Eltern unterstützt werden. Der Großteil jedoch muss sich das Geld für ihr Studium selbst erarbeiten. Über zwei Drittel der Studenten in Deutschland haben einen Nebenjob, um sich ihr Studium zu finanzieren – sie arbeiten als Kellner, Babysitter, Nachhilfelehrer oder wissenschaftliche Hilfskräfte an der Uni.


Viele von ihnen wissen nicht, dass man als arbeitender Student genau dieselben Rechte hat, wie jeder andere Angestellte auch. Schon für deutsche Studenten ist es schwierig, alle Rechte und Pflichten, die die Berufswelt mit sich bringt, zu kennen. Ausländische Studierende müssen oft noch zusätzliche Regelungen des Aufenthalts- und Arbeitsrechts beachten – und vorab gesagt: EU-Bürger haben es oft einfacher.

Angebote zu Studienfinanzierung

Bildquelle: (CC BY-NC-SA 2.0), hawkwing3141, flickr.comUnterstützung bekommen die Studierenden dabei durch den Deutschen Gewerkschaftsbund, kurz DGB. An vielen Hochschulen wurden von der Gewerkschaftsjugend sogenannte Campus Offices eingerichtet. Dort wird eine kostenlose Beratung zu Themen wie Arbeitsverträge, Sozialversicherung, Arbeitszeugnis, Kündigungsschutz oder Urlaubsanspruch in Nebenjob und Praktikum angeboten.
Das Ziel des DGBs ist es, die jungen Studierenden in ihren Rechten zu stärken und ihnen bei allen möglichen Problemen im Arbeitsumfeld zu helfen. Zusätzlich können sich die deutschen und ausländischen Studierenden über verschiedene Angebote zu Studienfinanzierung (z.B. BAföG, Stipendien, Kredite,etc.) informieren.

© DGB Campus Office KölnHier findet sich eine kleine Auswahl an Fragen, die vor allem für ausländische Studenten in Deutschland relevant sind und bei deren Beantwortung das DGB Campus Office weiterhelfen kann.:


• Darf ich als ausländischer Student während des Studiums in Deutschland arbeiten? Brauche ich eine Arbeitsgenehmigung?
• Welche Jobs darf ich machen? Wie viele Stunden pro Woche darf ich arbeiten? Darf ich auch selbstständig tätig werden?
• Wie viel darf ich verdienen? Muss ich Sozialversicherungsabgaben und Steuern bezahlen?
• Welche Unterschiede gibt es zwischen Studenten aus EU und Nicht-EU-Staaten? Welche Rechte und Pflichten habe ich?
• Habe ich den Anspruch auf BAföG oder Stipendien?
• Darf ich unbezahlte oder bezahlte (Pflicht-)Praktika absolvieren?
• Habe ich das Recht auf Sozialleistungen wie Wohngeld oder ALG II?
• Wo bekomme ich als ausländischer Student einen Studienkredit?

An über 50 deutschen Hochschulen bieten die DGB Campus Offices wöchentlich Sprechstunden an, in denen man in einem persönlichen Beratungsgespräch Antworten auf seine Fragen aus dem Arbeits- und Sozialrecht bekommt.
© DGB Campus Office Kassel Wer an einer Universität studiert, an der es noch kein Campus Office gibt, kann sich beim kostenlosen Online-Beratungsdienst „students at work“ der DGB Jugend informieren und sich dort Broschüren oder Infomaterialien herunterladen. Im Online-Forum ist zudem die Möglichkeit gegeben, eigene Fragen zu posten, die von den DGB-Mitarbeitern gleich im Netz beantwortet werden.
Auch wer nicht studiert, findet Hilfe beim DGB. Auszubildende, Praktikanten und Schüler können die Beratungs- und Informationsangebote des DGBs genauso wahrnehmen wie Studenten.
Zu beachten ist jedoch, dass es sich um eine Anfangsberatung handelt. Für eine weiterreichende Beratung wird an die Einzelgewerkschaften verwiesen.
Sabine Lorenz,
studiert Medienwissenschaften an der Universität Bonn und arbeitet als freie Journalistin.

Copyright: rumbo @lemania
April 2013

Originalsprache: Deutsch
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