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Kriterien einer guten Fernhochschule

© Alexandra Faust© Alexandra Faust

Die Zahl der Fernstudierenden in Deutschland steigt. Mittlerweile ist die einzige staatliche Fernuniversität, die Fernuni Hagen, mit etwa 80.000 Studenten zugleich die größte Universität Deutschlands. Auch die Studentenzahlen der privaten Fernhochschulen können sich sehen lassen: Die Wilhelm-Büchner-Hochschule hat etwa 5000 Studenten, die Euro FH Hamburg ebenfalls. An der Hamburger Fernhochschule (HFH) studieren etwa 10.000 Studierende, an den AKAD Hochschulen ca. 8000. Das Fernstudium boomt – doch viele interessierte zukünftige Studenten fragen sich: Wie finde ich die richtige Fernhochschule?

Mit Hilfe einer Checkliste persönliche Kriterien aufstellen

Bevor man sich für eine Fernhochschule entscheidet, gilt es zunächst einmal herauszufinden, welche Kriterien die Wunsch-Hochschule für den Studenten persönlich erfüllen sollte. Das wichtigste Kriterium ist natürlich das Studienfach bzw. die gewünschte Schwerpunktsetzung innerhalb des Faches. Weitere Auswahlkriterien können sein:

angebotener Abschluss (Bachelor, Master)
Dauer des Studiums insgesamt / Angebot von Teilzeitstudiengängen
Akkreditierung
Anzahl, Dauer und Ort der Präsenzphasen
Gesamtkosten des Studiums / monatliche Belastung
klassisches Fernstudium oder Online-Studium?

Wichtig ist, dass akademische Fernstudiengänge immer akkreditiert sein müssen, d. h. mit einer Art „TÜV“-Siegel für die Qualität des Studiengangs versehen sein. Dabei gilt es zu beachten, dass ein anerkannter akademischer Titel nur in einem akkreditierten Studiengang erworben werden kann. Auch der Umfang der obligatorischen Präsenzphasen ist – gerade für Berufstätige oder Eltern in der Familienzeit – ein wichtiges Auswahlkriterium.

Sprachanforderungen

© Alexandra Faust Grundsätzlich steht ein Fernstudium an einer deutschen Fernhochschule auch Ausländern offen. Um sich einschreiben zu können, benötigen ausländische Bewerber

a) einen Schulabschluss, der zur Aufnahme eines Hochschulstudiums berechtigt
b) entsprechende Kenntnisse der deutschen Sprache, die auch nachzuweisen sind.

Um ein akademisches Fachstudium erfolgreich absolvieren zu können, ist eine vertiefte und sichere Kenntnis nicht nur der deutschen Alltagssprache, sondern vor allem der deutschen Fachsprache notwendig. Derzeit gibt es noch keine Angebote rein englischsprachiger Fernstudiengänge in Deutschland.

Die Kriterien der Arbeitgeber

Studieninteressierte fragen sich oft, ob ein Fernstudium bei Personalentscheidern überhaupt in gleichem Maße anerkannt ist wie ein klassisches Präsenzstudium. Nun, gemäß den Ergebnissen einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa aus dem Jahre 2012 stehen die meisten Arbeitgeber Mitarbeitern mit dem Abschluss einer Fernhochschule äußerst positiv gegenüber. Fernstudenten, die nebenberuflich einen akademischen Abschluss erreichen konnten, gelten als zielstrebig, ehrgeizig und diszipliniert – Eigenschaften, die Arbeitgeber für gewöhnlich sehr schätzen.

© Alexandra FaustAllerdings gilt das nicht für alle Fernhochschulen, denn Personalverantwortliche entscheiden nicht nur nach Abschluss und Abschlussnote, sondern auch nach dem Ruf der Hochschule. Den besten Ruf unter Deutschlands Arbeitgebern genießt die Fernuniversität Hagen, die zugleich auch die bekannteste der Fernhochschulen ist. Auch andere staatliche Hochschulen, z. B. WINGS Hochschule Wismar, haben einen hervorragenden Ruf. Private Fernhochschulen sind oft sehr gut aufgestellt, allerdings gibt es Personalverantwortliche, die den Abschluss an einer privaten Hochschule als nicht gleichwertig zu dem einer staatlichen ansehen – es eilt ihnen der Ruf voraus, dass Studenten den Abschluss dort bezahlen, ergo „geschenkt“ bekommen.

Auf Praxisorientierung achten

Dass Studenten an keiner Hochschule ihren Abschluss „geschenkt“ bekommen, dürfte allerdings klar sein – den Bachelor bzw. den Master muss sich jeder Studierende hart erarbeiten. Die meisten Arbeitgeber wissen dies auch, sehen allerdings lieber Absolventen einer Fernhochschule, die ihnen auch bekannt ist. Dieses Kriterium dürfte vor allem auf die großen Anbieter – vor allem die Euro FH und Wilhelm-Büchner-Hochschule – zutreffen. Ein weiteres bedeutendes Auswahlkriterium ist die Praxisorientierung des Studiengangs – schließlich wünschen sich Personalverantwortliche Mitarbeiter, die das im Studium erlernte Wissen auch konkret im beruflichen Alltag einsetzen können.
Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit der Redaktion von fernstudieren.de entstanden

Copyright: Rumbo @lemania
Originalsprache: Deutsch

     

     
     

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