Sind Comics nur für Kinder? Ganz und gar nicht. Heutzutage gibt es ganze Lehrstühle an Kunsthochschulen dafür. Wusstet ihr, dass einige der erfolgreichsten deutschen Comics zunächst als akademische Abschlussarbeiten entstanden sind? Das Spektrum an Themen und Stilen im Comic wird immer breiter. Hier ein paar Beispiele!

Luca Jebeleanu: Social Ladder
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Luca Jebeleanu ist ein junger Comiczeichner aus Rumänien. Dieser Comic entstand im Rahmen des Workshops „Creating Comics“ unter der Leitung der Comiczeichner Sascha Hommer und Kati Rickenbach 2011 in Bukarest. Organisation: Goethe-Institut.
„Social Ladder handelt von der Komplexität der menschlichen Beziehungen und von den Normen die Menschen aufstellen und nach denen sie sich richten. Entweder das oder es geht um zwei kleine Jungs und ihrem Versuch eine Leiter im Hinterhof ihrer Schule zu besteigen. Die Wahl steht jedem frei.
Die Hauptfiguren sollten eigentlich Studenten sein, wobei die Handlung mehr oder weniger im Innenhof der Kunstuniversität in Bukarest stattfindet. Schließlich hat mich die Art der Hauptfiguren dazu bewogen, sie jünger zu gestalten und zwar im Alter von Primarschülern. Allerdings verhält sich die ganze Menschheit so und die Metapher bleibt somit erhalten.“

Iulia Rob: The Shortest Great Escape
Wer hat wohl nie davon geträumt, alle Verpflichtungen und Sorgen loszuwerden? Die beiden Hauptfiguren des Comics nehmen sich vor, diesen Traum wahr werden zu lassen.
Iulia Rob ist eine junge Comiczeichnerin aus Rumänien. Der Comic ist ein Produkt des Workshops “Creating Comics” organisiert vom Goethe-Institut und den Comiczeichnern Sascha Hommer und Kati Rickenbach 2011 in Bukarest.

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Iulia Rob ist eine junge Comiczeichnerin aus Rumänien. Der Comic ist ein Produkt des Workshops “Creating Comics” organisiert vom Goethe-Institut und den Comiczeichnern Sascha Hommer und Kati Rickenbach 2011 in Bukarest.

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1. Es ist an der Zeit! // 2. Mutter, ich geh’ raus! // 3. Was? // 4. Ich geh’ raus! // 5. OK, aber bleib’ nicht zu lange, wir essen um 2 und ich bereite dein Lieblingsgericht vor!. // 6. OK!
1. Es ist an der Zeit! // 2. Mutter, ich geh’ raus! // 3. Was? // 4. Ich geh’ raus! // 5. OK, aber bleib’ nicht zu lange, wir essen um 2 und ich bereite dein Lieblingsgericht vor!. // 6. OK!

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1. Du bist spät dran! Hast du’s? // 2. Mhhh! // 3. Gut, sehr gut! Hast du auch die Pumpe mit? Hast du alles mitgenommen, was ich dir gesagt habe? // 4. Mhhh! // 5. Dann auf zum Wasser! Lass uns das Boot vorbereiten!
1. Du bist spät dran! Hast du’s? // 2. Mhhh! // 3. Gut, sehr gut! Hast du auch die Pumpe mit? Hast du alles mitgenommen, was ich dir gesagt habe? // 4. Mhhh! // 5. Dann auf zum Wasser! Lass uns das Boot vorbereiten!

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1. Ah, das ist wirklich unser Tag! Die Sonne strahlt ihre Wärme über uns aus, das Wasser ist still, der Wind ist einfach perfekt! Heute ist der Tag wo wir der Tyrannei entweichen. Es ist aus mit Hausaufgaben machen, Gemüse essen und Tante Suzy küssen müssen...bhhh. Ist das Boot schon fertig? // 2. Mhhh! // 3. Dann lass uns ins Wasser springen.
1. Ah, das ist wirklich unser Tag! Die Sonne strahlt ihre Wärme über uns aus, das Wasser ist still, der Wind ist einfach perfekt! Heute ist der Tag wo wir der Tyrannei entweichen. Es ist aus mit Hausaufgaben machen, Gemüse essen und Tante Suzy küssen müssen...bhhh. Ist das Boot schon fertig? // 2. Mhhh! // 3. Dann lass uns ins Wasser springen.

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1. OK Matrose! Fahr los!
1. OK Matrose! Fahr los!

(6/8)
1. Vorsicht! // 2. Wir müssen vorsichtig fahren! // 3. Mhh! // 4. Viele Schiffe sind hier versunken...
1. Vorsicht! // 2. Wir müssen vorsichtig fahren! // 3. Mhh! // 4. Viele Schiffe sind hier versunken...

(7/8)
1. Mehr nach links! // 2. Versuch das Boot still zu halten und fahr schneller! // 3. Schneller! // 4. OK, wir können hier halten. // 5. Wir sind jetzt in Sicherheit.
1. Mehr nach links! // 2. Versuch das Boot still zu halten und fahr schneller! // 3. Schneller! // 4. OK, wir können hier halten. // 5. Wir sind jetzt in Sicherheit.

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1. Wir sollten jetzt nach Hause gehen. Es ist fast 2 und Mutter hat Pizza mit Extrakäse für mich vorbereitet.
1. Wir sollten jetzt nach Hause gehen. Es ist fast 2 und Mutter hat Pizza mit Extrakäse für mich vorbereitet.

Arne Bellstorf: Ich kenn jemanden der jemanden kennt der dich kennt
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Ein Stalker verfolgt eine Frau, nachdem er sich über soziale Netzwerke im Internet Zugang zu ihrer Privatsphäre verschafft hat.

Line Hoven: Liebe schaut weg
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In Liebe schaut weg erzählt Line Hoven über drei Generationen hinweg ihre deutsch-amerikanische Familiengeschichte und behandelt dabei parallel sehr behutsam die Themen Erinnerung, Gedächtnis und Verdrängung.

Flix: „Da war mal was...“
2| VerkleidungenEin im Westen Aufgewachsener stellt sich vor, dass er verkleidet als der aus der DDR ausgewiesene Sänger Wolf Biermann, als eine Banane oder als der ehemalige Staatsratsvorsitzende der DDR, Erich Honecker, über die Grenze hätte marschieren können.
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1| Interviewepisoden
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Die Interviewepisoden aus Da war mal was... spiegeln eindrücklich die vielschichtigen individuellen Erfahrungen wider, die auf beiden Seiten der Mauer – in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) und in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) – eine ganze Generation prägten. Nachdem Flix in einem Zeitungsstrip seine persönliche kindliche Fantasie veröffentlicht hatte, auf welche Weise er einen Spielzeugpanzer in die DDR geschmuggelt hätte, begannen Freunde und Bekannte, ihm ihre eigenen Erinnerungen über Ost und West zu erzählen.

Arne Bellstorf: acht, neun, zehn
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Arne Bellstorfs Comic-Debüt liefert Eindrücke der inneren Gefühlswelt, der Langeweile und Entfremdung eines pubertierenden Jugendlichen, der zuhause mit seiner Mutter ereignislose Sommerferien verbringt.

Mawil: Action Sorgenkind
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In seinem autobiografischen Comic Action Sorgenkind erzählt Mawil vom Urlaub an der Ostsee, von Dauerregen, Frauenbekanntschaften und unfreundlichen Dauercampern in Wohnmobilen.

Line Hoven: The Kiss of the Bee
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Hovens Zeitungscomic ist inspiriert von dem Auftritt der Band KISS in der kleinen Gemeinde Cadillac, Michigan, im Jahr 1975, als sich eine ganze Stadt zu Ehren ihrer Idole schminkte und kostümierte. Ein jugendlicher Fan macht sich trotz Verbots seiner Mutter auf den Weg zu dem Konzert. Er will jedoch keineswegs heimlich das Haus verlassen, sondern sucht die Konfrontation mit der Mutter. Als er sie im Garten mit Bienenstichen übersät findet, ruft er einen Arzt, was ihr das Leben rettet, da sie unter einem allergischen Schock steht. Hätte sich der Junge aus dem Haus geschlichen und wäre zum Konzert gegangen, hätte sie die Stiche nicht überlebt.










