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Freizügigkeit - eine Chance für Studierende in Europa

Schüler, die voll im Prüfungsfieber vor dem Abitur stecken, setzen sich auch mit Fragen über das zukünftige Studium auseinander: Komme ich an die beste Universität? Welche Vorteile bietet die eine oder die andere Universität? Finde ich nach dem Studium einen Arbeitsplatz? Das sind zwar nur einige der Problemstellungen junger Menschen heutzutage, doch stehen ihnen glücklicherweise heutzutage viel mehr Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung offen. Mit der Annäherung Rumäniens an die Europäische Union ist auch für zukünftige Studenten die Hoffnung verbunden, dass es ihnen später besser gehen könnte. Deutschland ist für ambitionierte Rumänen ein ideales Ziel für das Universitätsstudium.

Die aktuellen Zahlen zeigen , dass im internationalen Vergleich Deutschland Zielland Nummer vier ist – etwa 280.000 ausländische Studenten sind an deutschen Universitäten immatrikuliert , nur etwas weniger als in Großbritannien oder den USA. Zur Zeit studieren rund 3200 Rumänen in Deutschland, viele von ihnen sind im Vergleich zu ihren Kollegen auch sehr gut ausgebildet. Das Angebot ist überwältigend. Über 390 Universitäten und Fachhochschulen bieten verschiedene Studiengänge an. Für viele gibt es allerdings einen Haken, denn wer in Deutschland studieren will, braucht meistens sehr gute Deutschkenntnisse, wobei abhängig von der Universität diese Kenntnisse in der Regel durch ein Diplom wie das DSH oder das TestDaF nachweisen muss. Ein Studium in englischer Sprache ist durchaus möglich, was wiederum fachabhängig ist.

Wer als rumänischer Schüler Deutsch spricht, muss allerdings zum Studium nicht unbedingt nach Deutschland gehen – auch in Rumänien kann man Studiengänge direkt in deutscher Sprache belegen. Im akademischen Jahr 2013/2014 bieten insgesamt 18 Universitäten in elf Städten mehr als 65 Bachelor-und Masterstudiengänge an.

Warum also in Deutschland studieren? Künftige Studenten geben oft als Grund an, eine neue Kultur entdecken, Erfahrung sammeln oder einfach anders studieren zu wollen. „Deutschland bedeutet Herausforderung, Entwicklung, große Studienauswahl und einen riesigen Schritt nach vorne“, bringt es eine Schülerin aus Bukarest auf den Punkt. Ein weiteres Argument sind die Kosten. Je nach Studienstandort und Unterkunft darf sich ein Student auf durchschnittlich 550-700 Euro pro Monat einstellen - Miete und Nebenkosten inklusive. Lebens- und Studienkosten halten sich in Grenzen, umso mehr man auch Stipendien und andere Fördermittel beantragen kann und sowieso nicht in allen Bundesländern Studiengebühren anfallen. Ein weiterer wichtiger Bonus für rumänische Studenten ist die gute Anbindung an ihre Heimat – keine drei Flugstunden trennen die beiden Länder.

Insgesamt bewerten die rumänischen Schüler das Angebot als seht gut. „Die Universitäten in Deutschland sind sehr kompetent und nach Abschluss des Studiums hat man Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz“, sagt der Schüler Matei.

Nicht alle wollen aber im Ausland studieren. Lavinia hat sich entschlossen, in Rumänien zu studieren, weil sie den rumänischen Bildungseinrichtungen vertraut. Außerdem kommt es auf den allgemeinen Trend an - ,,Wenn alle Studenten ins Ausland gehen würden, hätte Land ja kaum mehr eine Zukunft“, gibt die Studentin zu bedenken.

Dass es attraktive Bildungsangebote in Rumänien gibt, sagen nicht nur rumänische Studenten. Deutsche Medien wie der Hessische Rundfunk berichtete Anfang 2014 über deutsche Studenten, die Rumänien als Studienort gewählt haben. Die aus Frankfurt kommende Alexandra studiert in Bukarest Zahnmedizin. Sie schätzt die Qualität und glaubt, dass man in Rumänien noch mehr paukt als in Deutschland und praxisnäher arbeitet. Persönlichere Gründe haben bei der Wahl auch eine Rolle gespielt, denn ihre Mutter früher an der gleichen Universität studiert. Gründe, in Rumänien zu studieren, gibt es genug: Qualität des Unterrichts, Anerkennung der Zeugnisse, Abenteuer in einer fremden Kulturlandschaft, niedrige Lebenskosten oder - wie bei vielen deutschen Medizinstudenten – die Umgehung des Numerus Clausus. Es ist kein Zufall, dass bei der Zuwanderungsdebatte in Deutschland die Qualifizierung der Osteuropäer, besonders der Rumänen und Bulgaren, schwer ins Gewicht fällt. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt, dass 25 % der erwachsenen Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien einen akademischen Abschluss vorweisen können. In Köln sind diese sogar besser qualifiziert als die einheimische Bevölkerung, so besagte Studie.

Bei allem schlechten Ruf der Rumänen in den Medien –sie haben vielmals bewiesen ,was in ihnen steckt.

Ob es uns passt oder nicht, Europa ist multikulturell und der Austausch der ,,jungen Intelligenz“ leistet dazu einen wesentlichen Beitrag, denn die jungen Menschen bringen ihren eigenen Lern- und Lebensstil mit, ihre Kultur und Sitten und ihren gesellschaftlichen Hintergrund.

Von Andra Vișănoiu, Ana-Maria Pleșca, Sabina Papa, Maria Raluca Marinescu, Andreea Năstase, Georgiana Mihăilă

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