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Oh Boy!

„Kennst du das Gefühl, dass dir die Leute um dich herum merkwürdig erscheinen? Und je länger du darüber nachdenkst, desto klarer wird dir, dass nicht die Leute, sondern du selbst das Problem bist.“

Niko ist Ende zwanzig und hat vor einiger Zeit sein Studium abgebrochen. Seitdem lebt er in den Tag hinein, driftet schlaflos durch die Straßen von Berlin und wundert sich über die Menschen seiner Umgebung. Niko ist ein Flaneur und Zuhörer, dem die Menschen ihre Geschichten erzählen. Die Kamera folgt ihm einen Tag und eine Nacht lang und fängt mit schwarz‐weißen Bildern und cooler Jazzmusik das Berliner Lebensgefühl jenseits schicker Kulissen  ein. Wird Niko am Ende des Tages wirklich seine "Komfortzone" verlassen und sein Leben ändern? Bekommt  er  vielleicht die begehrte Julika? Und sogar die heißersehnte Tasse Kaffee?

Der als ultimativer Berlin‐Film und Seelenporträt der Generation um die Dreißig gefeierte Film wurde mit den frühen Werken von Jim Jarmusch verglichen.

„Oh Boy!“ ist das Regiedebut von Jan Ole Gerster, der auch das Drehbuch schrieb. Der Film war ein völlig überraschender  Publikumserfolg in Deutschland und gewann zahlreiche  Preise, darunter  den  Deutschen Filmpreis in den Kategorien  Bester Spielfilm, Bestes Drehbuch, Beste Regie und  Beste darstellerische Leistung – männliche Hauptrolle. 

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