Kinonarr

KINONARR - Zilele Filmului de Remake

2013 hat FOKUS PE GERMANĂ gefragt: „Was machst du, wenn du einen guten Film findest?” Sechzehn junge Mädchen und Jungen im Alter zwischen 18 und 24 hatten darauf eine gemeinsame Antwort: ein Remake! Am 9. September reisten die jungen KINONARREN aus den verschiedensten Teilen Rumäniens und der Moldau in Daneș an, um hier Schritt für Schritt ein solches Remake, nämlich eine ausgewählte Szene des Films „Im Juli” von Fatih Akin, zu drehen. Zur Seite stehen sollten ihnen dabei fünf Spezialisten aus den verschiedenen Teilbereichen des Films: Ana Ioniță (Drehbuch), Nicolae Tănase (Regie), Alexandra Murăruș (Schauspiel), Alexandru Andrei (Kamera) und Laura Lăzărescu (Schnitt).
Nach der offiziellen Eröffnung der Remake Filmtage durch die Koordinatorin Lavinia Cazacu folgten die obligatorischen Kennenlernspielchen. Mehr als nur die Namen der anderen Teilnehmer wurden hier Aufmerksamkeit und Vertrauen gelernt und trainiert. Die ausgebildete Schauspielerin Alexandra Muraruș weiß: „Schauspielerei bedeutet erstens Kennenlernen, dem Partner vertrauen, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Improvisation.” Mit viel Elan und noch mehr Humor schaffte sie es, die Teilnehmer in kürzester Zeit für diese grundlegenden Fähigkeiten zu sensibilisieren und ein Gruppengefühl zu etablieren.

Der ersten Abend in Daneș bescherte den jungen Teilnehmern dann gleich ein Highlight: die Masterclass mit Alexander Nanau, einem in Bukarest geborenen und seit 1990 in Deutschland ansässigen Regisseurs. In einem offenen Gespräch mit den jungen KINONARREN erörterte Alexander Nanau Berufschancen und Aussichten und ging dabei auch der Motivation eines jeden Teilnehmers auf den Grund. Mehr als nur dem Informationsaustausch, der Berufsorientierung und dem obligatorischen Fachsimpeln rund ums Thema Film, ging es hier auch um die kulturelle Ausbildung und persönliche Entwicklung der jungen Filminteressierten durch einfache Selbstbefragung: „Warum tue ich, was ich tue?“

Nach der Theorie (Workshops für Drehbuch, Schauspiel, Regie, Kamera und Schnitt) ging es dann ans Eingemachte: die praktische Arbeit an den Remake Kurzfilmen, also Drehbuchschreiben, Filmrollen übernehmen und schauspielen, Regie führen und Auseinandersetzung mit technischen Details: Kamera und Schnitt. In vier Gruppen mit jeweils vier Teilnehmern für Drehbuch, Regie, Kamera und Schauspiel entstanden in wenigen Stunden vier Kurzfilme. Dabei erfuhren die Nachwuchs-Filmemacher und Schauspieler besonders eins: den Alltag im Filmgeschäft. Kein leichter, denn neben dem frühen Aufstehen und späten ins Bett gehen, gibt es noch einige Variablen, die oft unberechenbar sind, wie beispielsweise das Wetter und manchmal auch die Technik. Dadurch lernten die jungen Teilnehmer aber auch, wie wichtig Improvisation ist. Regisseure und Kameraleute fungierten zeitweise als Schauspieler, die Drehbuchautorin wurde zur Kamerafrau. Obwohl die meisten jungen KINONARREN Anfänger waren, wurde auf Deutsch geschauspielt – eine weitere Herausforderung also. Hier wurde eine Brücke gebaut, zwischen Sprache und Kunst. Vieles kann man ohne Worte ausdrücken, manches nur auf Deutsch!

Auf eine „durchgedrehte” Nacht folgte der vorletzte Morgen in Daneș, an dem die eigentliche Arbeit für Laura Lazarescu beginnt. Ihr bei der Arbeit zuzusehen, ist wie einer Apothekerin beim Mischen von Medikamenten zuzusehen; was da am Ende bei heraus kommt und welchen Effekt das Ganze hat, kann man sich zunächst gar nicht vorstellen. Das Ergebnis aller Beteiligten zeigte sich dann am letzten Abend in Daneș: In der abschließenden Filmvorführung konnten die Teilnehmer voller Stolz die Früchte ihrer Arbeit genießen. Die schmeckten so gut, dass daraufhin ausgelassen gefeiert wurde und Lampions in den abendlichen Himmel über Daneș steigen gelassen wurden.

Und welche Wirkung hatten die Remake Filmtage auf die jungen KINONARREN?

„Eine wunderbare, inspirierende Woche voller aufregender Leute, Spaß, Lachen und natürlich viel Arbeit!!“ (Zitat: Andreea Ghedeon, Quelle: Facebook),

KINONARR bedeutet eine schöne Woche an einem tollen Ort, Professionalität und Gruppenarbeit und KINONARREN mit kreativen Ideen“ (Zitat: Cristina Rusu),

„Wir sind alle KINONARREN!“ (Zitat: Raluca Muntean, Quelle: Facebook).