SPACE MEMORY, CZERNOWITZ


Photos by: Ilya Sturko, Vladimir Gutsu

SPACE MEMORY, CZERNOWITZ

CERNĂUŢI

Barbussa, 25 – das ist eine unwirkliche Gegend in Czernowitz, die zwischen einem Wohnhaus und der evangelischen Kirche in der Gegend des jüdischen Viertels und des ehemaligen jüdischen Ghettos (1941 bis 1944) gelegen ist. Während der Zeit als das jüdische Viertel florierte, gab es in dieser Straße mehrere Synagogen, darunter die größte chassidische Synagoge der Stadt. Sie befand sich in demselben Raum, in dem sich jetzt die Kirche befindet.

Zur dringend notwendigen Verschönerung dieser Gegend trugen im Laufe der Zeit viele örtliche Firmen bei – eine Tischlerei (sie befindet sich übrigens in dem Raum einer weiteren Synagoge), die Firma „Народна допомога” und selbstverständlich die evangelische Kirche. Im Rahmen des Projektes „Alternative KunsTräume“ planten wir, in dieser Gegend einen Raum für Vorträge und Treffen zu schaffen, um die verschiedenen Kulturgesellschaften miteinander bekanntzumachen und deren Dialog zu fördern.

Sehr positiv war, dass die Anwohner der Straße leicht miteinander in Kontakt kamen, sich für das Projekt interessierten und uns in unserem Vorhaben bestärkten. Außerdem erhielten wir viel freiwillige Unterstützung von anderen Aktivisten aus Czernowitz, die gemeinsam mit uns an der Umgestaltung des bestehenden Geländes arbeiteten. Leider kam es am Eröffnungsabend zu negativen Reaktionen seitens der Nachbarn: Musik und Lärm würden sie stören. Sie baten darum, in dieser Gegend keine Konzerte mehr durchzuführen. Darüber hinaus wurden zwei Monate nach der Eröffnung unseres KunsTraumes fast alle Holzteile gestohlen. Wir arbeiten nun daran, sie zu erneuern.

Natalya Yeremenko, Koordinator